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Lena in Göttingen

Hallo Homies,

ich bin wieder da. Mittlerweile solltet ihr euch ja an die unregelmäßige Veröffentlichung meiner bombigen Einträge gewöhnt haben. Es wirkt zwischendurch oft so, als liege dieser Blog brach, aber dem ist nicht so. Niemals. Er schläft nur und wartet geduldig darauf mit vielen benebelten Erinnerungen gefüttert zu werden.

Vor gar nicht allzu langer Zeit, genauer gesagt vom 06.08.15 – 09.08.15 besuchte Lena Maik und mich in unserer Wahlheimat Göttingen. Magic sammelte das Wärmeschwein am Bahnhof ein und brachte es nach einer kurzen Stippvisite und einem Einkauf zu mir aufs Land. Da es heiß, unter der Woche und fucking Bovenden war, behielten wir uns an diesem Abend bedeckt. Wir spielten ein paar Runden Burn, schossen drei Fotos und hörten ein bisschen Musik, ehe wir den Abend mit „Insidious 2“ abschlossen (Sorry MatMat). Oder war es der dritte Teil?

Am nächsten Morgen machten wir uns fertig und fuhren mit dem Bus nach Göttingen, um Maiks WG voll zu müllen. Daraufhin präsentierten wir Len-ah! die Innenstadt, aßen ein Eis und jammerten über die Temperaturen. Gegen solche Strapazen hilft eigentlich nur eins: Alkohol. Und Instagram. Nichts verzückte uns an diesem Wochenende mehr, als eigenwillige Bilder zu posten und die anderen mit drohender Stimme zum liken aufzufordern. Die Suche nach geeigneten Motiven, die in der skurrilen Social-Media-Welt massig Likes generieren, stellte sich wohl als das größte Problem heraus, da wir im Grunde genommen schon ziemlich lame sind, allerdings nicht lame genug um es nicht zu verschriftlichen...

Abends entführten wir Lena in unseren Lieblingsladen – das einsB, welches übrigens seine Hausnummer als Namen trägt. Maiks und Hanz' Aha-Moment – priceless! Wie dem auch sei, dort sollte eine coole Party stattfinden, die auch Lena zusagte. Gib ihr die volle Dröhnung der ehemaligen Micky Mouse – Clubber und sie ist glücklich. Das können auch keine nervigen Typen ändern, die dich einfach nicht in Frieden lassen. Im Morgengrauen machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause, gegen 7 setzte ich mich in meinen Bus um im eigenen Bettchen zu schlafen.

Den ganzen Samstag über verbrachten wir eigentlich in der Küche mit Instagram, Burn und Restalkohol. Der Plan nochmal in die Stadt zu gehen und dort T-Shirt-Malfarbe zu kaufen, wurde natürlich nicht in die Tat umgesetzt. Vielleicht hätte uns allen ein Booster ganz gut getan. "Manchmal brauchste halt noch 'nen Alkohol!" palaverte Lena in den Abendstunden noch ganz richtig. Er boostert uns alle auf jeden Fall immer schön auf die Tanzfläche.

Wir gingen relativ zeitig schlafen und verließen gegen halb 12 das Heim, Lena und Maik gen Bahnhof und ich wieder zurück in die Quetsche Bovenden. Dort schoß ich dann ein Foto von meinen Nägeln ohne meine Hände zu benutzen, damit Lena auch etwas zum Grübeln für die Heimfahrt nach Berlin hatte.

So, das war's jetzt, ich habe keine Lust mehr und möchte lieber Pommes kaufen gehen. Die Liste der vergangenen Partys ist noch lang. Ich werde mich bemühen, sie möglichst zügig abzuarbeiten.

Tschüss, ihr Loser
4.3.16 16:11


Was lange währt, wird endlich gut

Dear Dudes,

an diesem recht kühlen, aber dennoch sonnig-schönen Tag ist es mal wieder so weit – ich versuche mich an einem amüsanten Blogeintrag. Ein Grund für meine neu entflammte Motivation ist Morsum-Maik, der momentan in dem behäbigen Bauerndorf seine fast 18-Jährige Schwester sittet und mir schon nach einem Tag von seiner lähmenden Langweile in einer Nachricht berichtete. Als mein treuster Leser ist er sicherlich verzückt über seine Erwähnung in diesem Beitrag und erfreut sich an dem kurzweiligen Lesespaß.

Ebenso hilfreich ist das qualitativ minderwertige Fernsehprogramm dieser Tage, dass mich dazu zwingt, etwas anderes mit meiner freien Zeit anzufangen. Immer wieder warte ich darauf, dass das allseits bekannte Sommerloch der Fernsehunterhaltung endet, bis mir irgendwann auffällt, dass der nächste Sommer schon wieder vor der Tür steht und wieder, oder immer noch, nichts in der glorreichen Glotze läuft. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Gestern sah ich mir erneut nach langer Zeit „Joko & Klaas – Das Duell um die Welt“ an und lachte wirklich sehr viel. Eventuell lasse ich mich dazu herab, die nächste Episode auch zu sehen, wobei die an Halloween gesendet wird. Keine gute Kombination. Apropos herablassend: Im Dröön sagte mir letztens jemand ich würde herablassend, spießig und spaßbefreit wirken. Tangiert mich das? Ich denke nicht.

Normalerweise kann ich meine Zeit immer sehr gut mit Binge – watching vergeuden, doch momentan catched mich keine Serie so richtig. Saß ich letztens noch Eis – mampfend vor dem Computer, während ich einer Folge „Mein perfektes Hochzeitskleid“ folgte und die überteuerten Brautkleider und ihre verzogenen Bräute überheblich kritisierte, durchforste ich nun das Internet nach brauchbaren Serientipps. Alternativ nerve ich meine lieben Nachbarn mit meinem Singstar-Gesinge der immer wieder gleichen Songs. Nils lieh mir vor ein paar Wochen sowohl Playstation als auch die dazugehörigen Spiele. Nüchtern die Töne zu treffen ist überraschend einfach. Da ich den Großteil der Spiele so gut wie immer mit einem Singstar-Prädikat abschließe, ist mein nächsthöheres Ziel das Erreichen von 10.000 Punkten. Meine ganze Hoffnung lege ich in „Enjoy the silence“, dort fehlen mir lediglich 250 Punkte bis zu meinem Glück.

Bisher hat sich noch keiner meiner Nachbarn über mein Geträller beschwert, aber es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit bis der eigenwillige Nachbar aus dem 3. Stock wieder vor meiner Tür steht. Vor ca. 2 Monaten schien er langsam komplett die Nerven zu verlieren und klingelte mitten in der Nacht an meiner Tür, obwohl alles mucksmäuschenstill war. Ich öffnete nicht, schon gar nicht ohne erkennbaren Grund, weshalb ich am nächsten und übernächsten Tag böse Zettel an Wohnungstür und im Briefkasten fand, vollgestopft mit Vorwürfen und drohenden Worten. Schließlich „störe ich täglich, nicht fast täglich, täglich die Nachtruhe!“ Da kann man schon mal eine Anzeige erwarten. Ich (er)warte immer noch. Vielleicht hat es geholfen, dass die anderen Nachbarn schon so von seinen allgegenwärtigen, irrationalen Anschuldigungen genervt sind, dass sie sich über ihn bei der Hausverwaltung beschwerten. Ich hätte wirklich nie geahnt, dass ich in diesem ganzen Spektakel gar nicht die Böse bin. Da habe ich mit den 666 g Kartoffeln, die ich vor einiger Zeit preisgünstig erstand, wohl doch nicht das Böse heraufbeschworen. Awesome!

Tanzen waren wir in den zwei Monaten nach Domweih natürlich auch ein bisschen. Doch ich kann mich nur noch an zwei Abende wirklich erinnern. Der Rest verwischt zu einem großen Misch-Masch. Eine der Partys war eine Singleparty im einsB, bei der ich am Ende als einzige noch mein Bändchen trug. Richtig viel los war auf der Party sowieso nicht, im einsB ist eigentlich nie wirklich viel los. Ein Umstand den Magic-Maik und ich einfach nicht so richtig nachvollziehen können. Allein die guten Luftverhältnisse in dem Laden sind einen Besuch wert. Die andere Feier war eine typische Studentenwohnheimsparty, die viel größer ausfiel und weiter entfernt stattfand, als ich zunächst annahm. Dort verlor ich meine Jacke, aber das ist okay. Obwohl die schon schön war. Meinen Perso ließ ich auch irgendwann mal im einsB liegen, den bekam ich aber wieder.

Zu den Dingen , die ich in letzter Zeit vermehrt wieder bekam, zählen u.a. auch Träume. Die meisten sind positiv, was ein eindeutiges Plus ist. Eine ganze Weile davor träumte ich kaum und wenn, dann nur böses Zeug, doch nun erwache ich zumeist belustigt. Ich treffe dann zufällig alte Schulkameraden auf einer Party wieder und renne barfuß im Schneematsch meinem Bus hinterher, ehe mein Vater mir überzeugend erklären kann, dass der geplante Umzug ganz fix vonstatten gehen wird. Einmal jedoch musste ich mich im Halbschlaf mit lähmender Furcht herumschlagen. Ich hatte das Gefühl, dass mir eine warme Hand mehrmals über die Wange streichen würde. Ich wusste, dass ich im Bett lag, neben mir ein Hörbuch lief und wenn ich richtig aufwachen würde, wäre niemand da. Aber ich konnte nicht aufwachen, mich nicht bewegen, das Licht einschalten, die Augen aufmachen und meine Arme hochheben. Es war zum verzweifeln. Letztendlich schaffte ich es natürlich doch, aber den Kampf darum, möchte ich bitte nicht nochmal fechten müssen.

Etwas, was auch zum verzweifeln war, aber so unglaublich viel witziger, war der Kampf mit dem Krampf. In den frühen Morgenstunden eines vergangenen Tages bekam ich einen Krampf im Fuß bzw. in den Zehen. Dagegen hilft mir normalerweise immer die Zehen mit den Händen Richtung Körper zu ziehen und dann ist der Schmerz Geschichte. An diesem besagten Morgen hatte ich allerdings so ungünstig auf meinen Armen gelegen, dass sie beide eingeschlafen waren. Während die Schmerzen immer größer wurden, versuchte ich also meine wabbeligen und unkontrollierbaren Arme Richtung Füße zu bewegen um meinen Trick auszuführen, aber ich bekam es nicht hin. Das ich irgendwann anfangen musste mich selbst auf Grund dieser bizarren Situation auszulachen, machte es nicht wirklich besser. Deshalb fing ich an wieder Leben in diese nutzlosen Fleischgehänge zu schütteln, um mich dann wieder meinem sich ausbreitenden Krampf zu widmen. Ich glaube, die Geschichte kommt in meiner "Top-Ten der skurrilen Schlafgeschichten" gleich hinter der Knöchelverstauch – Geschichte. Man, ich hab's aber auch mit dem Schlafen :D

Wie dem auch sei, ich beende den Eintrag jetzt hier. Die Sonne scheint mich krass an und ich muss mir ein bisschen den Bauch vollschlagen. Vielleicht läuft ja was gutes im Fernsehen.
27.9.15 16:49


Domweih 2015

Ihr lieben People,

dieser leicht verregnete Sonntag dient bestens dazu ein paar liegengebliebene Geschichten nieder zuschreiben und mit der Welt zu teilen. Oder vielleicht besser mit meinen 6 treuen Lesern. Und einer davon bin ich auch noch selber.

Am 30. Mai stand die Domweih wieder vor der Haustür. Einmal im Jahr klopft sie an die Tür und verspricht ganz viel Alkohol, leckeres Essen und eine leere Brieftasche. Am Tag vorher machte ich mich nach der Arbeit auf den Weg nach Hause und nahm dort mein letztes Geburtstagsgeschenk entgegen – ein iPhone. Für jemanden, der immer noch mit einem alten Nokiahandy durch die Welt stiefelt und so versucht den Kontakt zu seinen Mitmenschen aufrecht zu erhalten, ist das wie Bungee Jumping in die Zukunft. Wenn ich alleine an den kleinen Krümel im alten Display denke, der sich manchmal ganz ungünstig vor einen Buchstaben legte und nur durch schütteln des Geräts vertrieben werden konnte...

Mittlerweile habe ich schon etliche Dinge mit diesem MiniComputer ausprobiert und kann nachvollziehen, weshalb die Leute um mich herum immerzu dieses Teil in den Händen halten. Etliche Sachen habe ich schon getestet: Selfies geschossen und dabei einen ganzen Nachmittag verplempert, Instagram heruntergeladen und dabei einen ganzen Nachmittag verplempert (die Leute posten ja wirklich alle ihr Essen?), verdammte Spiele wie Candy Crush gespielt und dabei einen ganzen Nachmittag verplempert usw. Getwittert habe ich auch schon. Ich hatte mir vorgestellt, die Leute so über neue Einträge zu informieren und vielleicht neue Fans hinzuzugewinnen. Blöd nur, wenn man gar keinen Follower hat. Egal, ich zieh das jetzt durch. Folgt mir, ihr könnt euch schon denken, wie ich heiße.

Mit dieser tollen, neuen Spielerei in der Hand verging der Freitagabend wie im Flug und ehe ich mich versah, betätigte ich Ilkas Klingel. Helge, Ilka und ich machten uns sogleich auf zum Umzug. Das Wetter war durchwachsen, aber der richtig üble Schauer kam erst nach dem Umzug. Wir tauschten Helge gegen Kira ein und beobachteten die vorbeiziehenden Menschen. Währenddessen schnabulierten wir unseren Sekt, der bei Kira und vor allem Ilka ziemlich schnell wirkte. Nach dem Umzug warteten wir kurz auf Helge und ich traf auf einen unbekannten Bekannten, der sich das nächste Mal zwei Mal überlegt, ob er jemanden anspricht. Ilka und ich gingen dann zu zweit zu ihr nach Hause, um zu ruhen, zu essen und zu trinken.

Abends wollten wir dann über die Domweih walken. Ich traf kurz auf meinen Bruder und seine Freunde, ehe wir uns weiter auf den Weg machten, um Helge und seine Freunde zu treffen. Wir vergnügten uns ein wenig an der Aller, Helge und ich besuchten zwecks Toilette und Kippen kurz ein Casino und dann gingen wir noch ein letztes Mal über den Markt. Ich muss wirklich sagen so wenig Leute wie in diesem Jahr kannte ich noch nie. Das macht die ganze Sache nicht unbedingt besser. Sascha traf ich zwischendurch kurz. Ich entschuldigte mich für die X-Mas-Party und jetzt ist wieder alles gut. Am Ende landete ich wieder bei meinem Bruder in irgendeinem Bierzelt und unterhielt mich dort mit einem seiner Freunde. Nach und nach verabschiedeten sich dann alle mir bekannten Gesichter. Die einen mit dem letzten Bus nach Hause, die anderen ins Dröön. Ab jetzt war ich auf mich allein gestellt, was ich manchen Leuten immer noch übel nehme. In der Stadthalle kannte ich auch keine Sau und ich war hin- und hergerissen zwischen „Ich habe doch ganz schön viel Spaß“ und „Was zum Teufel mache ich eigentlich hier?“
Auf dem kleinen Dancefloor verwickelte mich dann ein Zivilpolizist in ein Gespräch. Das bemerkte ich aber erst nachdem er mich ganz „subtil“ nach Koks und Ecstasy fragte. Idioten. Dann verlor ich noch etliche Sachen: Kopfhörer, meinen Pulli, Make-Up und was weiß ich. Die wirklich wichtigen Sachen hüte ich mittlerweile wie Schätze und lasse sie nie aus den Augen, da muss sich mein Verlierergen irgendwie anders ausleben.

Dann unterhielt ich mich noch mit irgend so einem Typen, der behauptete, er wäre der Veranstalter der Party und er könne mir alles schenken, was mir einfällt. Irgendwann wurde er zu anhänglich und aufdringlich. Ich beschloss „meine Freunde“ zu suchen, er folgte mir und mit etwas Mühe konnte ich ihn abschütteln. Man verliert sich halt ganz schnell mal in einer so großen Menge...

Gegen 4 oder halb 5 Uhr morgens lernte ich dann Louis kennen, während ich vorne zu den immer gleichen Beats stapfte. Er fragte mich, ob ich das Dröön kenne und wir da nicht hinfahren wollen und schwupps saßen wir im Zug und waren gegen halb sechs Uhr da. Früher wäre das alles kein Problem gewesen, aber mittlerweile lassen die einen ja nicht mehr rein, wenn die Kasse geschlossen ist. Glücklicherweise kannte Louis jemanden und so tanzten wir doch noch eine halbe Stunde durch das Loch. Ich bekam einen Sauren umsonst, weil ich eine Plastikflöte bei mir trug, die er mir zuvor geschenkt hatte. Das war awesome! Am Domweihdonnerstag nahm ich sie wieder mit, doch verlor sie. Natürlich. Am Ende fuhren wir zu viert wieder zurück nach Verden und ergatterten das letzte Taxi.

Den Domweihdonnerstag empfand ich als die bessere Party, vielleicht weil meine Erwartungen nicht mehr so hoch gesteckt waren. Ich landete wieder in der Stadthalle, tanzte mir einen Wolf, traf alte Bekannte, neue Leute und machte ordentlich Cash. Ich hatte 30 € für die komplette Domweih zur Verfügung und verließ sie wieder mit 48 € in der Tasche, da die Leute in der Stadthalle einfach ihr Pfand überall stehen lassen. Ein Typ tat es mir am Donnerstag gleich, schlich sich immer an, fragte: „Das braucht ihr doch nicht mehr?“ und griff sich die Becher. Meine wollte er sich auch greifen, doch ich konnte ihn abwehren. Bei jedem weiteren Versuch sagte er immer nur: „Du schon wieder.“ Konkurrenz belebt das Geschäft.

Jule, Maiks Schwester, traf ich auch. Auf mich wirkten sie und ihre Freunde nüchtern und artig. Als Maik mir Tage später die Sprachnachricht vorspielte, merkte ich, dass ich wohl einem gewaltigen Irrtum unterlag. Auf der ganzen Party traf ich niemanden, der älter war als ich, außer vielleicht diese traurigen Ü-40-Gesichter, dennoch hatte ich sehr viel Spaß. Louis und ich nahmen den ersten Bus nach Dauelsen, ich gab einem Kerl das Ticket aus, da dieser nur einen Fünfziger bei sich trug (armer Junge) und dann gab es noch echtes Drama im Bus. Ein Mädchen heulte, weil ein anderes sauer war. Ein Junge warnte den Busfahrer vor einer möglichen Prügelei. Die beiden wurden auseinander gesetzt, während ich total ungläubig in mein himmlisches Sandwich biss. Baalk Backbord ist nicht dumm. Die bauen in den Morgenstunden mal eben schnell 'nen kleinen Wagen vor der Stadthalle auf, der so gleich von hungrigen Partyleuten überrannt wird. Dieses Sandwich kostete nur einen Bruchteil von dem, was sonst so im Bahnhof verlangt wird, schmeckte aber 5 Mal so gut. Auf dem Weg nach Hause hielt ich bei Rotermund und kaufte meinen Eltern ein paar Brötchen und die Bild, ehe ich mich von Louis verabschiedete. Der machte sich auf den Weg zur BBS. Domweihfreitag in die Schule, was für Zeiten.

Am Samstag fuhr ich wieder nach Göttingen. Was für eine Odyssee. In Hannover wollte ich mir im Rewe der Ernst-August-Galerie nur ein paar Blättchen und was zu trinken kaufen und kam mir vor, wie im Labyrinth, denn ich fand den verdammten Ausgang nicht mehr. Ich lief immerzu im Kreis, wechselte ich die Etage, lief ich dort immerzu im Kreis. Sind denn ein paar richtige Schilder zu viel verlangt? Ich denke nicht. Nachdem ich es dann endlich raus geschafft hatte, ging ich zum Zug, nur um dort auf so verdammte drängelnde ältere Damen zu treffen, die noch nie die Regal: "Erst aussteigen lassen, dann einsteigen" gehört hatten. Aber die heutige Jugend ist total im Arsch...

Als ich endlich zu Hause ankam, musste ich eigentlich auch schon wieder los, denn Maike und ich wollten Abends Göttingen unsicher machen. Aber dazu kommen wir das nächste Mal.

Ich möchte sagen, dass ich sicherlich einiges vergessen habe, was an diesen Abenden passiert ist, ich den Eintrag aber auch recht kurz halten wollte. Am liebsten würde ich ihn nochmal schreiben, denn er gefällt mir überhaupt nicht. Was soll's, ich setze mich lieber an den nächsten.
23.7.15 16:18


Was würde Kiefer wohl sagen?

Neue Woche, neuer Eintrag.

Am 20. Mai sollte mein Geburtstag sein. Ein Tag, dem ich nicht allzu freudig entgegen blickte. Ehrlich gesagt wollte ich, dass er möglichst schnell endet. Warum weiß ich auch nicht so genau. Vielleicht lag es daran, dass es ein Mittwoch war und ich ihn größtenteils alleine verbrachte, oder dass sich in meinem Briefkasten unschöne Post versteckte. Aber etwas schönes gab es doch noch. Ein Päckchen meiner Eltern kam an und in ihm befanden sich u.a. DVDs die meine Bollywood-Obsession anstacheln sollten. Das erheiterte mich mindestens so sehr, wie die Bekanntgabe des Cast einer zukünftigen Filmproduktion, die mich, übersprudelnd vor Freude und mit einem depperten Grinsen im Gesicht, träumen ließ. Nach diesem Adrenalinstoß war ich so müde, dass ich erst mal ein erholendes Mittagsschläfchen hielt.

Am Tag darauf tauchte ich wieder mal bei Maik in der WG auf, dort wollten wir uns einem Spieleabend hingeben. Wir fingen mit „Burn“ an, ein Spiel, dem ich immer noch ein hohes Suchtpotenzial attestiere. Daraufhin spielten wir ein Kartenspiel, von dem ich den Namen jedoch wieder vergaß. Nach anfänglichen Verständnisschwierigkeiten machte es irgendwann immer mehr Spaß, vor allem weil man seine Mitspieler so oft, so schön in die Scheiße reiten kann. Als letztes stellten wir uns einem Brettspiel, bei dem wir versuchten uns irgendwie durch die Regeln zu mauscheln. Es ist immer gut, wenn wenigstens einer einen Plan von den Spielregeln hat, ansonsten flowt es einfach nicht so richtig. Das erinnert mich an Monica Gellers Satz: „Die Spielregeln sind dafür da den Spaß in Grenzen zu halten!“

Am darauffolgenden Pfingstwochenende wollten Nils, Ilka, Maik und ich ein bisschen von allem feiern. Gegen Abend stolperten die drei Weisen auf meine Terrasse und machten erst mal Lärm, während meine Nachbarn wohl schon mal unter Augenrollen die Ohrstöpsel hervorkramten. Nach einem Käffken und einem kurzen Austausch von Neuigkeiten, trieb uns das kühle Wetter in die Wohnung. Jeder von uns flößte sich etwas Alkohol ein, ehe die What's app-Leuchten angingen. Leidlicher Weise kann ich mich an relativ wenig von dem Abend erinnern. Da hilft es natürlich, dass wir wieder mal die WebCam zur Aufnahme des Abends nötigten und mir die Videos hier und da ein paar Anhaltspunkte entgegenspucken.

Auch dieser Abend kam, wie so viele schon vor ihm, nicht ohne die nötigen Verkleidungen und Frisurenwechsel aus. Ilka machte es sich zur Aufgabe aus jedem vorhandenen Schal ein Oberteil zu basteln, während Maik sich alle nicht anderweitig verwendeten Halswärmer auf einmal um den Nacken schwang und sich damit liebend gerne durch den Raum drehte. Nils hielt sich zurück, ab und zu mal ein Mützchen auf dem Kopf und 15 Sonnenbrillen auf der Nase, trug er den Abend über nur die eine besondere Festivalhose. Ich bediente mich ebenfalls großzügig an meinem Kleiderschrank, doch mein favorisiertes Outfit des Abends war wohl Sport-BH, kurze Hawaii-Hose und glitzernder Fellschal, gelegentlich aufgepeppt durch meinen Wintermantel.

Auf dem ersten Höhepunkt des Abends schenkte ich Nils sein verspätetes Geburtstagsgeschenk und Maik mir meines: ein Mandalabuch mit Channing-Tatum-Geburtstagsgruß und vielen, vielen klebenden Tattoos. 1/4 der besagten Tattoos wurden dann auch auf unseren Körpern verteilt und die Schutzfolien dazu finde ich heute noch in allen Ecken der Wohnung. Unsere Gesichter zierten Bindis, die uns durch den Schweiß immer wieder verloren gingen. Denn in der Wohnung war es heiß. Die Heizung war volle Kanne an, damit der ein oder andere leicht frierende Gast nicht eben dies tat. Eine willkommene Abkühlung boten da die unzähligen Eiswürfel, die überall ihre Verwendung fanden. Im Getränk, im Mund, im Ausschnitt, zum Massieren oder wenn einer auf den Boden fällt, schmilzt und 5 Minuten später tritt man nichtsahnend rein.

Ein wenig getanzt wurde natürlich auch, aber relativ wenig. Dafür redeten wir umso mehr. Über jeden Scheiß unterhielten wir uns und berichteten den anderen Partygästen von unseren körperlichen Selbstzweifeln. Wirklich erschreckend über was sich ein jeder teilweise Gedanken macht, allerdings hoffe ich, dass sich wenigstens ein paar der Komplexe als absurd herausstellten. Und sei es auch nur für wenige Stunden.

Wir waren noch gar nicht richtig warm gelaufen, da klingelte um halb 11 Uhr schon mein Lieblingsnachbar. Ilka erklärte sich bereit, dem hörgeschädigten Nachbar gegenüber zu treten und nahm seine Beschwerde entgegen. Daraufhin lästerten wir ein wenig und versuchten leiser zu sein, aber im Laufe des Abends wurde es doch wieder lauter. Dennoch: er tauchte kein zweites Mal auf. Während Maik und Ilka sich also im Bad schminkten, über Cupcakes redeten und Ilka sich die Beine rasierte, um zu demonstrieren wie gut es der Haargott mit ihr gemeint hatte, wanderten Nils und ich im Hausflur herum. Wir wollten herausfinden, wie laut wir wirklich waren. Wir stiegen die Treppen bis in den 3. Stock hinauf und waren uns einig, der liebe Mann hätte mehr, als nur einen Hörschaden. Im Nachhinein bin ich mir ziemlich sicher, dass man alles im 3. Stock mitbekam, aber an Abenden an denen es spukt, vermindert sich die eigene Hörfähigkeit immer beträchtlich.

Am Anfang des Abends hatte ich die drei Gäste noch darum gebeten zum Rauchen immer schön rauszugehen. Soweit ich das aber in den Videos erkennen mag, hielten wir uns nur einmal daran. Beim zweiten Mal wollte Ilka ihren MP3-Player dazu holen, um Musik beizusteuern. Es dauerte ein wenig, bis sie ihn fand und dann haute sie noch ihren Roboterzeh gegen die Steinplatten der Terrasse. Noch ein guter Grund immer viele Eiswürfel vorrätig zu haben. Am nächsten Tag zog sie sich noch zwei üble Brandblasen am Ofen zu. Sie kann einfach nicht wieder fahren, ohne irgendwas kaputt zu machen.

Bevor der Spaß richtig los ging überreichte mir Nils mir noch ein kleines Geschenk von Sheirina. Ich freue mich immer über Beautyprodukte und Schokolade! Später am Abend versuchte ich mich per Facebooknachricht zu bedanken, doch ich konnte nicht. Ich bekam einfach keinen zusammenhängenden Satz hin und konnte ihn schon gar nicht fehlerlos eintippen, ohne mittendrin zu vergessen, was ich jetzt genau schreiben wollte. Nils, der daneben saß und immer wieder verwirrende Fragen stellte, war dabei auch keine große Hilfe. Ich beendete diesen lächerlichen Versuch mit dem Hinweis, die Nachricht später zu Ende zu schreiben.

Ein paar Fotos schossen wir auch. Genau wie die beiden Videos sollten sie nie an die Öffentlichkeit gelangen. Eins der Fotos könnte gut als Albumcover der nächsten Atzen durchgehen (Wir sollten eine Band gründen). Falls irgendjemand von uns berühmt werden sollte, die Bildzeitung würde sich sicherlich freuen die Dateien in die Finger zu kriegen. Oben ohne – Partys sind für eine Schlagzeile immer gut. Einige Zeit verbrachten wir auch im Bett. Gut zu wissen, dass es tatsächlich 3 ½ Leute hält und das bei einem Spottpreis von 90 Euro. Da fällt mir ein, dass ich die Bettwäsche wohl mal wechseln sollte. Den Laptop am besten gleich mit, der machte nämlich die meisten von uns zwischendurch ganz kirre. In den Videos erkennt man einen hin und her laufenden Hantelboy, der sich mit den Händen nervös durchs Gesicht fährt und immer wieder sagt: „Der Computer ist so langsam!“ Ja, das ist er, aber was erwartet man auch von einem mehrfach gestürzten Gerät, dass mit 15 Programmen gleichzeitig umgehen muss. So viel Arbeit auf einmal kennt der doch gar nicht.

Ebenfalls auf den Videos festgehalten, sind 4 halbnackte Idioten, die den ganzen Raum nach einer wichtigen Sandwichzutat durchsuchen. Da werden ganze Teppiche bewegt, Kisten und Kästen durchstöbert und die vorherrschende Unordnung nach wenigen Krümeln durchforstet. Die besagte Unordnung ließ mich auch immer wieder ungläubig durch die Wohnung wandern, ehe ich die vielen nicht angezündeten Teelichter bemerkte. Denn ich verlor häufiger mal das Interesse daran, die Lichter zu entflammen und wendete mich einer neuen Beschäftigung zu. Zum Beispiel der Suche nach meinem Fächer. Den erahnte ich in meinem Kellerabteil, woraufhin ich mit Maik die Treppe nach unten ging und dort nichts dergleichen fand. Dafür begegnete ich auf dem Rückweg einer unwissenden Nachbarin, die zu später Stund durch die Haustür eintrat und mich mit einem amüsierten, irritierten Blick begrüßte.

Den Fächer fand ich schlussendlich noch in einem Karton und kurz darauf noch meine Scream-Maske. Beides wurde, wie so vieles an diesem Abend, für 5 Sekunden benutzt und dann an Ort und Stelle aus plötzlichem Desinteresse niedergelegt. So kann natürlich auch nur Unordnung entstehen.

Nachdem in den frühen Morgenstunden alle Strohhalme durchgekaut, alle Lippen 15 Mal mit glitzerndem Lippenstift bemalt wurden, etliche Kurze ihren Weg in unsere Blutbahnen gefunden hatten, jeder Quadratmeter nach einer Mischung aus verschiedensten Parfüms und Deodorants roch und wir uns nichts mehr zu erzählen hatten, legten wir uns hin und versuchten zu schlafen. Ich ließ eine Folge „Friends“ laufen, während meine beanspruchten Glieder entspannten. Ich liebe das Schlafen danach. Maik würde das sicherlich auch lieben, wenn er es denn könnte. Stattdessen machte er sich als erster wieder auf den Weg nach Hause, nachdem er mir noch alles zum Bett brachte, was in den nächsten 8 Stunden in irgendeiner Art und Weise für mich wichtig werden könnte. Wir restlichen Drei verbrachten den wunderschönen, sonnigen Tag hinter herunter gelassenen Jalousien vor dem Fernseher oder im Halbschlaf. Gegen 19 Uhr fuhren sie dann wieder gen Heimat, während ich aß und schon etwas aufräumte. Den kompletten Pfingstmontag verbrachte ich dann damit Mandalas auszumalen und darüber nach zudenken, was das doch für ereignisreiche 24 Stunden gewesen waren. Jack Bauer wäre begeistert von so viel unsinniger Action.

Wie dem auch sei. Ich denke, ich habe dem Eintrag nichts mehr hinzuzufügen. Der nächste kommt bestimmt. Bei so einem Sauwetter noch eher als ihr vielleicht annehmt. Dankeschön und Bis Bald - Ciao

P.S.: Für diejenigen unter euch, die sich fragen, ob wir die Sandwichzutat denn letztendlich wiederfanden: Ja, teilweise in meinem Schal, aber auch teilweise dort, wo sie zur Sicherheit abgelegt wurde. Den genauen Ort hatte Nils nur wieder vergessen
23.6.15 00:03


Ich bin immer noch zurück

Gott, ist das Wetter schön. Draußen auf der Terrasse in der Sonne zu sitzen, ist dabei mindestens genauso herrlich, wie die angenehme Kühle der Wohnung. Allein das entschädigt für das immer mal wieder auftauchende ungute Gefühl, jemand würde draußen stehen und durch das gekippte Fenster reingucken.

So, was habe ich gestern noch nicht erzählt? Christis Himmelfahrt feierten wir vor ca. 4 Wochen mehr oder weniger spontan im Savoy. Es muss eine halbe Ewigkeit her sein, dass ich mich dort blicken ließ. Wir glühten bei Maik und Co. vor und versuchten gut einen sitzen zu haben, damit alles negative am Savoy einfach an uns abprallt.

Nach einem Glas Wodka-Frucht-Buttermilch-Mische spürte ich den Fusel schon in mir. Dies hielt mich jedoch nicht davon ab, die ganze Flasche zu verputzen. Die Frage ist nur wie? Und wie kann es sein, dass ich keinen totalen Absturz hatte? Das einzige, was ich hatte war Spaß. Ja, selbst als wir zu mauer Musik für alle gut sichtbar an der Stange tanzten, amüsierte ich mich. Dennoch kapselte ich mich nach einiger Zeit von den anderen Party-People ab und tanzte mir im Keller einen Wolf. In Göttingen lande ich wirklich selten auf Partys mit elektronischer Musik, weshalb ich diesen Dancefloor voll und ganz auskosten musste. Obwohl diese DJs nicht halb so viel drauf hatten wie DJ Wolfi, freute ich mich, dass sie sich freuten, dass ich mich freute. Zudem hatte ich dort richtig Platz zum Tanzen und meinen Orangensaft konnte ich dort auch ungestört aufpeppen.

Am Ende des Abends waren von unserer kleinen Partytruppe nur noch Maik und ich übrig und wir walkten gemeinsam zu seinem Haus. Während des Weges wurde uns beiden bewusst, wie dermaßen müde wir waren. Allerdings hatten wir keine Ahnung wieso. Es hatte schon genug andere Abende gegeben, die uns länger tanzen ließen und danach wandelte ich noch kraftstrotzend 7 Kilometer nach Hause. Dieses Mal hingegen zog ich es vor 3 Stunden wie ein Stein auf dem Sofa in der Küche zu schlafen und mich dann vom Busfahrer nach Hause bringen zu lassen.

Dort schwörte ich dann dem Wodka ab, der aber eigentlich gar nichts so richtig für meinen Kater kann. Das einzige, was mir nach einer Partynacht den nächsten Tag vermiest, ist die mickrige Anzahl an Schlafstunden. Ich brauche nun mal mindestens 8 Stunden um glücklich zu sein, aber den ganzen Tag verschlafen will ich auch nicht. Ihr erkennt schon das Dilemma in dem ich mich da immer befinde.

Wie dem auch sei. Eine kleine Story noch bevor die Sonne mich wieder zum schwitzen bringen darf. Ich weiß nicht genau warum, aber wenn es ums Schwarzfahren geht, ist Gott auf meiner Seite. Egal in welcher Stadt - es geht immer gut. So auch das letzte Mal in Hannover auf dem Weg zur Arbeit. 4 U-Bahnstationen muss ich fahren, ich kaufe auf der Hinfahrt jedoch immer nur ein Kurzstreckenticket, welches 3 Stationen gilt. Ihr könnt es euch schon denken - an der 3. stiegen Kontrolleure ein. Das ist mir nun schon zum zweiten Mal passiert und schon zum zweiten Mal kam ich davon. Ich weiß nicht, ob die selbst nicht so genau wissen, wie lange so ein Ticket gilt, oder ob es nur pure Freundlichkeit ist. Ich bin nach so einer Begegnung jedenfalls immer nervlich am Ende und schwöre mir nie wieder schwarz zu fahren... naja.

Im nächsten Eintrag berichte ich dann von meinem Geburtstag und dem kurzen, aber heftigen Besuch Ilkas, Nils' und Maiks. Bis bald ihr Bitches.
12.6.15 19:34


Ich bin zurück

Ich weiß, ich weiß, ich bin fürchterlich. Mehrmals versprach ich schon längst überfällige Geschichten zu erzählen und nie hielt ich es ein. Bis jetzt!

Gott sei Dank habe ich mein kleines Notizheftchen, ansonsten hätte ich schon längst wieder vergessen, dass ich vor einer Ewigkeit mit dem Sporteln wieder angefangen hatte. Zwei Nachmittage lang verausgabte ich mich in meinem Zimmerchen, tanzte Zumba und ließ mich von Billy drillen. Billy ist der Leiter des BootCamps für zu Hause, aber auf mich wirkt er manchmal eher wie ein Motivationslehrer, der ständig was von Energie, Team- und Kampfgeist erzählt, ehe er allen 10 Liegestütze androht, wenn sie nicht laut mitzählen - "Wir bringen Power in eure Bauchmuskeln!" Wesentlich mehr Spaß machen mir da meine kleinen spontanen Tanzpartys, die ich für mich alleine schmeiße.

Dann sah ich mir noch letztens den Film an, der früher alle meine Alpträume mit gruseligen Szenarien nährte - "The Ring". Es gab eine Zeit, da bekam ich kein Auge zu, weil Samara mir einfach nicht aus dem Kopf ging und ich jeglichen Gedanken an sie vermeiden wollte. Ja selbst die "Scary Movie"-Verarsche konnte ich nur mit zusammen gekniffenden Augen anschauen. Doch seit dem ist einige Zeit vergangen und ich wagte den Versuch erneut. Ich sah mir alles an, schaute nicht weg und nach dem ersten folgte sogleich der zweite Teil. Am Ende war ich gelangweilter als vorher und überzeugt davon, dass ich mir gerade 3 Stunden Quatsch gegeben hatte.

Am nächsten Tag ging ich einkaufen und erinnerte mich an Rachel und Aidan, welcher Samara gerade als Fleischanzug diente. Die beiden hatten es sich nämlich im Laufe des Films vor dem Fernseher "gemütlich" gemacht und dabei ein Erdnussbutter-Jam-Sandwich verputzt. Das wollte ich auch, also das Sandwich. Nun zählt Erdnussbutter auch zu meinem Repertoire und ich kann nicht sagen, ob ich es geil oder eklig finde. Auf jeden Fall klebrig. Ich werde mich der ganzen Materie noch mal näher widmen.

Eine kleine Sache erzähle ich noch, bevor ich mich wieder den Tagebüchern der Vampire widme. In meinem letzten Eintrag berichtete ich ja relativ euphorisch von "O.C. California". Die Begeisterung bezieht sich wirklich nur auf die erste Staffel. Momentan stecke ich gerade in der dritten fest und komme einfach nicht weiter. Stattdessen widmete ich mich noch einmal "Friends" und nach Ilkas aufreibenden Berichten nun den TV-Vampiren. Ab und zu schalte ich auch mal den Fernseher an und stolpere dann über so Klassiker wie "Die Dinos" oder "Mr. Bean". Bei den Dinos lag letztens der Fokus auf dem beginnenden Wachstum des Schwanzes von Charlene, der Tochter. In der Dinowelt bedeutet dies wohl so viel wie: sie kommt in die Pubertät. Dementsprechend wurde ständig über wachsende, wunderschöne oder kräftige Schwänze geredet. Jeder der diese eine Kika-Zeichentrickserie kennt, kann sich ungefähr vorstellen, wie das geklungen haben muss. Ich würde wirklich gerne wissen, was ich mir damals als Kind dabei gedacht habe.

Wie dem auch sei. Es ist schon spät und dunkel. Ich kann nicht mehr vernünftig aus dem Fenster gucken, um meine Kreativität anzutreiben. Deshalb verschiebe ich die restlichen Geschichten auf morgen. Aber ich bin hoch motiviert! Baba

P.S.: Wenn ich eines aus diesem Eintrag gelernt habe, dann dass ich zu viel Blödsinn gucke.
11.6.15 23:05


Die erste Woche Mai

So, neue Woche, neuer Eintrag.

Endlich habe ich es geschafft "Melrose Place" fertig zu sehen. Das hört sich an, als wäre es eine Qual gewesen, doch es bescherte mir einige amüsante Stunden. Keine Serie der Welt ist so absurd, wie diese. Immer wieder gibt es Szenen, die mich vermuten ließen, es sei eine Traumsequenz, doch es war keine. Die Figuren erlebten wirklich so einen Quatsch. Nun habe ich mich "O.C. California" gewidmet. Die erste Staffel liegt bereits hinter mir und ich wusste gar nicht, wie lustig die Serie ist. Doch "Melrose Place" ist geiler, weil intriganter.

Letzten Montag war ich wieder für einen kurzen Arbeitstag in Hannover. Nachdem ich eine Taube dabei beobachten konnte, wie sie ordnungsgemäß einen Zebrastreifen überquerte und die Autos tatsächlich hielten, begab ich mich in die U-Bahn und musste an diese Aktion in New York denken. Ich weiß nicht, ob ihr davon hörtet, doch dort beschwerten sich einige Frauen über Männer, die breitbeinig in der U-Bahn sitzen. Sie würden so mehr Platz als nötig für sich beanspruchen und ihren Schritt präsentieren. Ich würde sagen, ich fahre dafür zu wenig U-Bahn, denn darauf habe ich bis zu diesem Montag noch nie geachtet. Ich konnte ein paar Männer ausmachen, die so saßen, aber auch Frauen. Gestört fühlte ich mich nicht, vielleicht war die Bahn auch einfach zu leer oder meine Fahrt zu kurz. Mal sehen, wie es beim nächsten Mal aussieht.
(Auch schön: Bevor mich ein Artikel über das ganze Problem informierte, bin ich immer seelenruhig von A nach B gekommen, ohne darüber nachzudenken, wie mein Sitznachbar sitzt und ob ich mich dadurch belästigt fühle.)

Auf dem Rückweg rutschte mir einmal kurz das Herz in die Hose, als die Durchsage im Bahnhof verlauten ließ, dass mein Zug wegen Polizeiermittlungen ausfallen würde. Kurze Zeit später kam er aber doch und chauffierte mich nach Göttingen, wo ich im Netto ein paar Besorgungen machte. Die Schlange an der Kasse war 100 Kilometer lang, doch keine zweite wurde geöffnet. Stattdessen musste ich mich mit adipösen, übel riechenden, jungen Menschen herumschlagen, die hinter mir warteten, aber so drängelten, dass sie irgendwann neben mir standen. Ich hasse das. Du kommst nicht schneller dran, nur weil du mir deinen Einkaufswagen in die Hacken rammst.

Schnell weg von diesem furchtbaren Einkaufserlebnis. Ich berichte lieber kurz von Piris Comeback-Party, die auch noch auf den Tanz in den Mai fiel. Was für eine Riesentruppe wir doch am Ende des Vorglühens waren. Es war kaum noch Platz in der Küche, die Asiparty-Leute von gegenüber hatten sich auch verzogen, alle alten Maikfotos wurden belacht - es wurde Zeit sich auf den Weg zur Kantine zu machen. Gott und die Welt wollte feiern gehen. Wir machten einen Zwischenstopp in irgendeiner Bar und tranken einen scharfen Mexikaner. Die Riesentruppe minimierte sich immer weiter, was gar nicht so gut ankam, schließlich wollte man doch zusammen feiern.

Am Ziel angekommen, war der Andrang groß. Kurz bevor Piri einem Vordrängler noch so richtig eins auf den Deckel geben konnte, kamen wir aber rein. Bis wir dann endlich die Tanzfläche stürmen konnten, dauerte es aber noch etwas. Zuerst mussten wir noch Simon begegnen. Meine Güte, ich wohne seit 3 1/2 Jahren hier und das war das erste Mal, das wir uns über den Weg laufen. Die Luft auf der besten Dance Area war grauenvoll. Heiß und stickig. Die Songs waren ganz gut, aber es war furchtbar abgemischt. Je näher man den Boxen kam, umso schriller wurde der Ton. Aber auf der Tribüne gings. Gott sei Dank war ich nicht so mega angeschickert, ansonsten wäre ich da sicherlich nicht nur einmal runtergepurzelt. Ein, zweimal Pfand konnte ich auch abgreifen. So hatte ich wenigstens den überraschend teuren Eintritt von 8 Euro wieder in der Tasche. Simon liefen wir immer mal wieder über den Weg, er versuchte sich zu unterhalten, aber darauf hatte ich wirklich keine Lust. Auf gar nichts, was er tun wollte, hatte ich Lust.

Maik und ich tanzten bis in die Morgenstunden. Ich glaube, es war so gegen 6 Uhr als wir uns auf den Weg machten. Wobei ich eigentlich schon eher gegangen wäre, doch Hantelboy wollte noch nicht. Das war gut, denn dann liefen noch ein paar sehr tanzbare Songs. Piri und Beni schliefen noch nicht, als wir ankamen. Ich packte meine Sachen zusammen und dann ging es nach Hause. Mit dem Fahrrad. Jawohl, ich bin den ganzen Weg gefahren, da es schon hell war, andere Menschen auf Fahrrädern unterwegs waren und ich den Abend über wirklich ziemlich wenig getrunken hatte. Es ging auch alles gut. Mein Fahrrad wurde im Laufe des Abends von irgendjemanden umgestoßen, so dass jetzt dieses Blechteil immer am Rad schabt, wenn ich fahre. Es klingt fürchterlich. So schlimm, dass mich auf dem Nachhauseweg immer wieder Leute ansahen und anquatschten. Doch ich fuhr ihnen davon.
Am nächsten Morgen war ich so schön katerlos, wie zu letzt nach dem einsB-Abend. Ich schaufelte mir den Rest Kuchen rein und sah, wie bei Schlag den Raab das erste Mal eine Frau gewann.

Mein nächster Kuchen soll ein Apfelkuchen werden. Ich liebe Apfelkuchen, aber nur den von meiner Mama. Das Rezept lasse ich mir morgen von ihr durchgeben, denn morgen ist Muttertag und da wird zumindest angerufen. Also nicht vergessen!

Bis zum nächsten Mal ihr Banausen.
9.5.15 13:49


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