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Kuchenduft zieht durch die Wohnung

Hallo ihr gelangweilten Menschen,

heute backte ich zum ersten Mal mit meinem neuen Ofen einen Kuchen und nun steht er neben mir, kühlt ab und lässt die Wohnung nach einem zuckersüßen Schmaus riechen. Ich hoffe, er schmeckt auch so.

Könnt ihr euch noch an die Geschichte mit dem Mann in Hannover erinnern, der den Bahnsteig als Toilette missbrauchte? Vor einiger Zeit sah ich jemanden, der sich in Sebaldsbrück am Gleis die Zähne putzte. Irgendetwas scheine ich da nicht mitgekriegt zu haben. In etwa so wie das dumme Mädchen meines einen Geschichtsseminars. Die hat noch nicht ganz mitgekriegt, dass ihre Witze, die sie ihren Sitznachbarn ungefragt zuraunt nicht ganz so lustig sind, wie sie denkt. Ich wünschte wirklich das Mädel würde nicht immer zu spät zum Unterricht erscheinen und so die Möglichkeit einer freien "Opferwahl" haben. Da hilft nur ganz angestrengt der Stunde folgen und die Tafel anstarren. Bloß keinen Augenkontakt herstellen, denn freundlich lächeln kannste nach dem 50. Mal auch nicht mehr. Obwohl es nicht mal Augenkontakt sein muss, es reicht schon, wenn sie nur dein Ohr zu Gesicht bekommt.

Genug der Lästerei. Ich berichte lieber von der letzten Party. Maiki und ich hatten beschlossen das Göttinger Nachtleben unsicher zu machen. Ich kam vorbei mit Bier und Wein und wir schnackten uns durch die Stunden. Beni und Lars waren auch da, doch dieses Mal gab's kein Bierspiel. Dafür aufklebbare Tattoos. Meine kleben immer noch auf Brust, Unter- und Oberarm. Ich weiß, ich weiß, ich schrubbe sie gleich ab. Ich muss sagen, dass ich mir für diesen Abend wieder einen kleinen Merkzettel anlegte, der eindrucksvoll darstellt, wie ich im Laufe des Abends immer betrunkener wurde. Das letzte Gekritzel lässt mich nämlich nicht erahnen, was dort stehen soll. Doch den "Pew, Pew, Pew - ich bin so'n Cowboy, Alter" von Maik kann ich noch entziffern. Ebenso, dass wir einen Shot tranken und ich Maik beglückte, in dem ich ihm bescheinigte kein Klugscheißer zu sein.

Gegen viertel vor 1 machten wir uns auf den Weg zum einsB. Vorher noch zum Geldautomaten, Grey's Anatomy spoilern und dann rinn in den Laden. Es war eine 00er-Party mit musikalischen Ausflügen in die 90er. Das klingt nach einer fetten Sause, denkt ihr? Sollte man meinen, doch es war kaum etwas los. Gegen halb 5 gingen schon die Lichter an. Davor vergnügten wie uns auf der Tanzfläche und ich wünschte mir ein paar Songs. Ich glaube, der eine war "Bye, bye, bye" und der andere irgendwas von Rihanna. Den Rückweg bestritten Maike und ich dann nur noch zu zweit. Unterwegs sammelte ich ein Glas ein, welches meines werden sollte, doch ich ließ es fallen und schnitt mich an den Glasscherben ganz übel. Zum Glück war der Weg nicht mehr weit, unterwegs hinterließ ich hier und da mal 'nen Fleck, aber läuft - buchstäblich.

Ich sang und tanzte mich nach Hause ins Bett, nachdem ich meinen Daumen notdürftig versorgt hatte. Der Schnitt ist wirklich tief. Ich bin eine dumme Nuss, würde ich sagen. Mal sehen, ob ich mich morgen besser anstelle. Tanz in den Mai und Piris Comeback-Party fallen zufällig auf den selben Tag. Deswegen gibt es auch Kuchen.

Dann kommen morgen noch die Kammerjäger vorbei. Sie wollen die Pharaoameisen in meinem Wohnhaus töten, die mir selber noch nicht über den Weg gelaufen sind. Das erinnert mich an meinen Bruder und seine erste Wohnung. Über die Terrasse in seine Wohnung hinein hatte sich eine Ameisenstraße gebildet, die an seinem Bett entlang verlief. Es fehle nur noch, dass sie wie im Zeichentrickfilm das Obst gemeinschaftlich nach draußen tragen, beschrieb er mir. Schöne Vorstellung.

Ich geh mir mal jetzt die Tattoos abwaschen und dann den Kuchen probieren. Bis bald ihr Loser. <3
29.4.15 21:48


Mein letztes Wochenende im Norden

Hallo ihr lieben treuen Leser,

endlich ist es soweit: alle Partys sind abgearbeitet und veröffentlicht. Jetzt bin ich frei für neue Geschichten und hoffe, dass ich sie auch recht zeitnah niederschreibe.

Das letzte Wochenende war seit ca. 2 Monaten das erste, an dem ich nichts zu tun hatte und mir einfach nur die Sonne auf den Bauch scheinen ließ. Ich putzte und räumte die Wohnung um. Nun habe ich in der Mitte meines Zimmers eine riesen Tanzfläche, die mich schon dazu veranlasste ein Rad zu schlagen und dabei auf den Arsch zu fallen. Nichtsdestotrotz mag ich die neue Aufteilung, allerdings wird mir dadurch wiedermal richtig bewusst, wie häufig ich während einer Textarbeit aus dem Fenster starre. Irgendwie beflügelt der Blick nach draußen meine Kreativität. Ein Grund weshalb ich bei RadioBremen wohl auch das Gefühl hatte, mein Kopf wäre ein wertloser Hohlraum, denn dort konnte ich nur gegen eine rote Wand starren.

Kommen wir zu den letzten beiden Ereignissen.

10.04.15 – Bollywood mit Ilka

Im Laufe der vielen Partys im letzten Jahr beschlossen Ilka und ich irgendwann mal zusammen einen Bollywoodfilm zu schauen. An meinem letzten Freitag im Norden wollten wir den Plan dann endlich in die Tat umsetzen. Mit dem Fahrrad kam ich pünktlich bei Ilka an. Es war richtig schönes sommerliches Wetter. Wir entschlossen uns dazu, den Film zu sehen, den ich mir damals begeistert im Kino ansah. Ein guter Film, der alle möglichen Genre miteinander vereint. Dazu gab es zwei Sandwiches.

Der Film dauert 3 Stunden, weshalb er auch unmöglich viele Handlungsstränge aufweist. So viele, dass Ilka vor allem am Anfang äußerst irritiert war. Während sie sich immer mal wieder fragte, worum es jetzt eigentlich gehe, freute ich mich diebisch darüber den Film schon gesehen zu haben. Das erleichterte es mir einen Überblick zu bewahren, auch wenn ich mal unaufmerksam war. Ebenso konnte ich Milka auch darauf hinweisen, dass der Film mit der Intermission noch nicht zu Ende sei. Schließlich hatten die Figuren erst durch eine Manipulation des Telefonvotings den Vorentscheid der Tanzweltmeisterschaft gewonnen und noch nicht den Tresor ausgeräumt. Den Anlass für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft hatte Ilka aber schon wieder vergessen. Was für ein mieser Film wäre es, wenn sich eine Gruppe von Menschen zusammenfindet, um den Vorentscheid zu gewinnen und jeder weiß, dass sie es auf jeden Fall gewinnen werden, weil sie sich ja in die Abstimmungsergebnisse hacken.

Der Dialog zweier Hauptfiguren ließ Ilka dann auch mal über die phonetische Ähnlichkeit der Worte „Nein“ und „Neun“ fachsimpeln. Während ich mich also an dem Film weiter erfreute, vernahm ich links von mir ein stetiges „Nein, Neun, Neun, Nein, Neun, versuch das auch mal, das klingelt voll ähnlich, Nein, Neun...“ Ich ließ es bleiben. Am Anfang eines solchen Abends rede ich immer viel, oder versuche es zumindest. Nach und nach verstumme ich aber, weil aus meinem Mund nur Quark kommt. Ein kurzes Kopfnicken und ein „Ja“ muss dann reichen.

Nachdem der Film zu Ende war, sahen wir uns noch einmal den Anfang an und Ilka zählte die Bauchmuskeln des Hauptdarstellers nach. Da sie Helge erzählt hatte, wir würden einen Mädchenabend veranstalten, mussten wir bei der Vorstellung ordentlich lachen, dass er genau in diesem Moment reinkommt und uns beim Zählen ertappt. Tat er aber nicht, wahrscheinlich verlor er gerade auf seinem Jahrgangstreffen seine Hose.

Sobald wir ausgezählt hatten, beschlossen wir noch „Baymax“ zu gucken. Wir beide hatten den Film schon gesehen, was die ganze Sache erleichterte. Die „Gib Box“ - Geste gibt’s jetzt nur noch mit einem Falalala am Ende. Es war schon gegen halb 2, als ich mich auf mein Fahrrad setzte und losfuhr. Nach der Hälfte der Strecke entdeckte ich auf jeder Seite der Straße eine Polizeikontrolle. Ich schwankte zwischen Ungläubigkeit und Paranoia und versuchte krampfhaft so normal wie möglich zu fahren. Doch wenn man sich so darauf versteift, normal zu wirken, klappt das irgendwann nicht mehr so richtig. Ich dachte nur: “Ich muss gerade fahren, muss gerade fahren, muss gerade fahren, nicht schlingern, fang bloß nicht an zu schlingern“, hatte aber das Gefühl ich führe Zick Zack und gleich in die Polizisten rein. Doch alles lief gut, niemand hielt mich an, ich fuhr nirgendwo gegen (außer in die eine Baustellenabsperrung, aber nur ganz leicht) und zu Hause schlief ich schließlich schnell ein.

11.04.15 - Nils' Geburtstagsfeier

Das letzte Wochenende in meiner Heimat sollte mit einer ordentlichen Party enden. Da traf es sich gut, dass Nils eine Woche zuvor ein Viertel Jahrhundert alt wurde. Doch zuvor wollte ich mit meinen Eltern noch einmal zu Dodenhof fahren. Lebensmittel einkaufen macht Spaß und ein gutes Eis essen sowieso. Davor gab es noch für jeden ein großes Stück Pizza. Meines rutschte auf den Boden, als mein Vater mir den Teller vor die Nase stellen wollte. Ich aß das Stück trotzdem. Es war delicious und mir geht es immer noch fein.

Gegen 19 Uhr schwang ich mich auf das Fahrrad und fuhr zum Bahnhof. Das Wetter war super mies und kurz nachdem ich ankam, fing der Regen erst richtig an. Das versüßte mir den Weg zum WG-Haus an der Mühle nicht wirklich. Aber das Bier tat es. Dies kaufte ich mir zuvor im nahegelegenen Rewe, nachdem ich meinen Ausweis vorgezeigt hatte. Dort angekommen, machte mir das Geburtstagskind die Tür auf und geleitete mich in den mittleren Teil des Familienhauses. Dort hatten sich schon die ersten Gäste eingefunden. Wir tauschten Neuigkeiten aus und ich bekam mein erstes Mini-High-Five an diesem Abend. Immer mehr Gäste trudelten ein und es wurde der Entschluss gefasst, die obere Etage ebenfalls als Raum zu nutzen.

Nachdem wir herausgefunden hatten, dass 0815 nicht das richtige Passwort für Nils iPad ist, diskutierten wir häufig darüber, welche Musik gespielt werden sollte. Das einige Menschen noch nicht mit dem Kabelbruch vertraut waren, erschwerte die ganze Situation noch etwas. Ein paar Mal konnte ich mich durchsetzen und Lieder genießen, die ich mir ausgesucht hatte. Doch im Laufe des Abends verschlug es mich mit dem iPod in Nils' Schlafzimmer. Dort gab es eine Dockingstation, die den Raum zu einem 3. Dance Floor umwandelte.

In Nils Wohnzimmer versammelten sich immer mehr Menschen, weshalb Ilka den immerzu vollgeladenen Ikeastuhl in der Ecke entrümpelte. Es sei eine wahre Verschwendung von Stuhl, merkte ich an. Während Dirk schon alles unter den Tisch kehrte, machte ich noch etwas Werbung für meinen Blog.

Ein paar Leute hatten sich vorgenommen, an diesem Abend dem Dröön ebenfalls einen Besuch abzustatten. Meine Wenigkeit hatte auch Lust dazu und ich machte mit Ilka und Helge aus, dass wir um halb 3 dort hingehen würden. Doch die beiden mussten ohne mich losgehen, ich hatte noch zu viel Spaß auf der Geburtstagsfeier. Später in der Nacht machte sich noch eine zweite Truppe auf den Weg und ich war hin- und her gerissen, ob ich mich dieser anschließen sollte, oder nicht. Ich entschied mich gegen einen Besuch. Das lag vor allem an dem langen Fußmarsch und der Tatsache, dass ich meine Hose wieder hätte anziehen müssen. Die hatte ich zuvor gegen Nils' Badehose getauscht. Dazu trug ich noch Timmys super soften Pulli, den ich am liebsten gleich mitgenommen hätte und zwischenzeitlich noch einen Hut. Ich fühlte mich wie ein Gangster, Nils bescheinigte mir aber, ich sähe eher aus, wie ein braves, fleißiges Schulkind. Ich sag euch, das liegt an meiner neuen Frisur. Der biedere Bob lässt mich aussehen, wie eine Fußball-Mom, die immer noch „total hip und modern“ ist und am Spielfeldrand ihrem Jungen zu jubelt: „Das ist mein Sohn!“

Auf der Suche nach einer passenden Hose, verpasste ich mir dann auch noch selber eine dicke Beule an der Stirn, als ich die Schranktür öffnete, aber nicht meinen Kopf zurückzog, wie ein normaler Mensch es tun würde. Jedes Mal wenn ich in der folgenden Woche in den Spiegel schaute, erblickte ich die Beule und musste an meine eigene Blödheit denken. Da oben rechts auf meiner Stirn war der unverkennbare Beweis dafür.

Irgendwann beschlossen Nils und ich mir die Haare zu färben. Dazu mussten wir uns ins Bad der mittleren Etage begeben, denn dort war der Schaum zu finden, der nach einem Mal waschen wieder rausgeht. Bis wir allerdings endlich im Bad ankamen, dauerte es Ewigkeiten. Von Nils' Schlafzimmer aus schafften wir es ins Wohnzimmer und hatten dann unseren Auftrag schon wieder vergessen. Er kam uns wieder in den Sinn, wir gingen hinab und landeten in Tim's Zimmer – Puff, wieder vergessen. Von da aus war es aber nicht mehr weit und ich bekam lila Schaum in die Haare. Nachdem das Zeug getrocknet war, leuchteten meine Haare in zartem lila. Ich war so begeistert von dem Schaum, dass ich nun in jeder Drogerie nach etwas ähnlichem Ausschau halte.

Der dritte Dance Floor eignete sich auch hervorragend um im Bett zu liegen und zu quatschen. Ich achtete sorgsam darauf, dass meine neuen lila Haare nicht auf die helle Bettwäsche abfärben. Nils erinnerte mich ebenfalls daran, ehe wir belustigt feststellten, dass meine Vorsicht total Banane sei, schließlich hatte er schon die ganze Zeit mit seinen roten Haaren dort gelegen und allerhand Flecken hinterlassen.

Als ich wieder in Göttingen war und meine Wäsche der Waschmaschine überließ, entdeckte ich dann einen Sticker unter meiner sauberen Wäsche. Da fiel mir wieder ein, dass ich irgendwann im Laufe des Abends ein paar davon auf mein T-Shirt geklebt bekommen hatte. Ich weiß nicht mehr wieso, wer das war oder wo die herkamen, nur das meine Waschmaschine den Großteil davon schluckte.

Während ich mich mit Pascal tanzend auf dem 3. Dance Floor über Musik und Michael Jackson unterhielt, kam die zweite Drööntruppe wieder zurück. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen wurden sie nicht mehr ins Dröön gelassen, da die Kasse schon geschlossen war. Früher konnte man dann immer ohne Eintritt die letzten Stunden des Abends dort verbringen, mittlerweile scheint das nicht mehr zu gehen.

Nach und nach verabschiedeten sich die Party-People. In der Zwischenzeit berichtete Pascal von einer Freundin namens Ilka, die einen Hund hat, der Hanna heißt. Zufälle gibt’s. Ich schoss nochmal schnell ein wackeliges Foto von vier Freunden im Morgengrauen und entdeckte überraschende verwandtschaftliche Beziehungen. Gegen halb sieben kamen Ilka und Helge wieder zurück, im Schlepptau hatten sie einige Freunde Helges. Ich raffte mich nochmal zu letzten Tänzereien auf, ehe ich mich auf den Weg nach Hause machte. Ich war müde und richtig stolz auf mich, dass ich auch wirklich ging. Als ich gegen 9 Uhr die Haustür öffnete, saßen meine Eltern schon am Frühstückstisch. Für einen kurzen Moment spielte ich mit dem Gedanken mich dazu zu setzen, aber ich wäre wahrscheinlich mit dem Kopf in der Müslischale eingeschlafen.

P.S.: Mir fällt noch ein, dass Ilka Nils eine ewig lange Geburtstagsnachricht mit seinem Handy schrieb. Wurde die schon gelesen?
23.4.15 14:11


Anooma in Bremen

03.04.15 – Anooma mit Ilka und Konsorten

Als ich die Mädchen vor einiger Zeit in Bremen traf, erzählte mir Stine von einer coolen Party in Bremen. Auf Facebook entdeckte ich dann Ilka unter den Gästen und so kam es, dass ich mit ihr, Helge und seinen Freunden diese Party besuchen sollte. Den krassen Eintritt von 19 Euro gab Ilka mir aus, so wie fast alles andere auch. Wir glühten bei Ilka vor und spielten Meiern. Anfangs war ich noch ganz vorne mit dabei, später verlor ich immer wieder. Aber die Katze lenkte mich auch ab. Es gab eine endlose Diskussion darüber welchen Zug wir denn nun nehmen wollen würden. Letztendlich entschlossen wir uns für den um halb elf. Ein Zug der unnatürlich viel hin und her ruckelte und für den Weg Ewigkeiten zu brauchen schien. Eine der längsten Zugfahrten ever. Notiz an mich selber: Vergesse nie ein Wegbier mitzunehmen.

In Bremen angekommen, stiegen wir ins Taxi und fuhren vor Ort. Wir rauchten eine, holten unsere Bändchen ab und stiefelten dann wieder nach draußen, um ein wenig „frische Luft zu schnappen“. Die Musik dröhnte nach draußen und ließ die metallenen Wände des Gebäudes vibrieren. Nach einiger Zeit hielt mich nichts mehr draußen und ich wanderte schon einmal hinein. Ich gab meine Jacke ab, kaufte mir einen Orangensaft (wieder gab es Pfand auf Gläser und Flaschen) und füllte auf der Toilette etwas Wodka hinzu. Auf dem Weg zu unserem Treffpunkt fand ich dann noch eine Kippe auf dem Boden. Ich lief auf Ilka zu und berichtete ihr total euphorisch von den vielen „aufregenden“ Dingen, die ich schon erlebt hatte. Nach einer Kippe fingen wir an, den ganzen Laden zu erkunden und ein wenig zu tanzen. Ich traf Bernd nach einem halben Jahrhundert überraschend wieder. Er konnte sich verständlicherweise gar nicht mehr an mich erinnern, aber an die bulgarische Ameisenpizza auf der Abifahrt. Die Treppe hinauf gab es einen kleinen Stand für Körpermalerei. Dort ließ ich mir irgendein Gedöns ins Gesicht malen, dass ich im Laufe des Abends immer mehr verwischte. Am unteren Ende der Treppe gab es einen Dreadlocks-Stand. Dort fand ich Ilka, die sich in einem super gemütlichen Sitzsack einen Dread häkeln ließ.

Den anderen drei Leuten liefen wir immer mal wieder über den Weg, Nils hingegen nicht. Der wollte ursprünglich auch mitkommen, aber erschien einfach nicht. Also machten Ilka und ich uns wieder auf den Weg zur Toilette und versuchten ihn zu erreichen. Er nahm tatsächlich ab und Ilka erteilte ihm den Auftrag auf der Party zu erscheinen. Das Mädchen telefonierte so laut, dass es der gesamte Waschraum mitbekam und irgendwann aus allen Ecken ein „Das ist jetzt dein Auftrag!“ hallte. Wir mischten uns noch einen weiteren Wodka-O und Ilka erzählte mir, dass sie jetzt schon wissen würde, wie sehr sie die eine Dreadlock morgen bereuen würde. Danach machten wir uns auf die Suche nach den anderen. Wir berichteten Helge von unseren Erlebnissen bis Ilka sagte: „Ich lass mir noch 'ne zweite Dreadlock machen!“ Für einen kurzen Moment war ich irritiert, doch so schnell das Gefühl aufgekommen war, so schnell wurde es übermannt von reiner Neugier und Abenteuerlust: Ich wollte dabei sein, wenn Ilka sich eine Zweite machen lässt. Tatsächlich blieb ich aber nicht die ganze Zeit dort. Stattdessen schwebte ich zur Dance Area und trieb für einige Zeit zu den wabernden Bässen.

Ilka deckte sich währenddessen beim T-Shirt-stand mit neuen Accessoires ein. Sie ließ ihr Shirt neu bedrucken und gönnte sich Hut und Leinenbeutel. Helge verbrachte die meiste Zeit auch bei diesem Stand und machte auf Praktikant. Neben Bernd kannte ich sonst nur noch eine andere Person und zwar Micha. Doch den traf ich erst, als meine Laune schon mittelmäßig war und alle meine Kaugummis verschenkt.

Dann fing ich langsam an zu schwächeln. So eine Party auf der nonstop Goa läuft, ist halt nicht ganz so meins. Mit Verwunderung stellte ich nach einiger Zeit fest, dass es tatsächlich DJs auf dieser Party gab. Für mich fühlte es sich eher so an, als hätte irgendjemand eine CD in die Anlage geschoben und auf Repeat gedrückt. Der immerzu gleiche Beat hämmerte sich in meinen Kopf und ließ meinem Gehirn keine Sekunde Ruhe. Kein Drink und kein Snack konnten meine Laune verbessern. Das Problem an der Geschichte war aber nun leider, dass ich dort alleine nicht wegkam. Das Pier 2 ist am Arsch der Welt und Geld für ein Taxi hatte ich auch nicht. Also musste ich ein wenig ausharren, bis die anderen ebenfalls keine Lust mehr hatten. Helges zwei Freunde sind leider ohne sich vorher zu verabschieden gegangen, ansonsten wäre das mein ultimatives Ticket nach Hause gewesen. Stattdessen fingen mich die Leute an zu nerven und wenn das passiert, sollte ich mich am besten alleine in eine Ecke setzen und mit niemanden reden. Komischerweise habe ich immer das Gefühl, wenn ich nicht angesprochen werden möchte, quatschen mich die meisten Leute an, was mich dann noch mehr anpisst. Notiz an mich selber 2: Gehe nie auf eine Party, wenn du nicht weißt, wie du auch alleine wieder nach Hause kommst.

Irgendwann bekam Ilka dann Bauchschmerzen und wir beide realisierten, dass wir den ganzen Abend über Orangensaft getrunken hatten. Viel Organgensaft. Dabei schlägt sich die eine mit einer Fructoseintoleranz herum und die andere kriegt eigenartigen Ausschlag an den Händen, wenn sie Zitrusfrüchte konsumiert. Es war schon halb sieben morgens als wir endlich in ein Taxi stiegen und mich Erleichterung durchströmte – endlich weg von dieser anstrengenden Musik. Ich nahm mir vor zu Hause erst einmal einen schönen poppigen Song mit Lyrics und Melodie anzuhören. Während der Zugfahrt berichtete Ilka noch von dem Apfel, den sie aß, aber nicht bezahlen wollte. Helge spendierte ihr dann den weiteren Schritt zu schmerzhaften Bauchkrämpfen.

In Verden angekommen, musste ich noch zwanzig Minuten auf meinen Bus warten, ehe ich endlich nach Hause fahren konnte. Gegen 8 lag ich dann zusammen gekugelt im Bett und ließ mich von einer Folge Law & Order: SVU in den Schlaf lullen.
21.4.15 12:47


Endspurt

14.03.15 – Modernes mit den Mädchen

Wuhu, eine Woche nach meinem kleinen Ausflug mit Ilka ins Stubu, trafen sich die Mädchen mal in Bremen. Stine, Maik und Martha trafen vorher schon zusammen, da sie sich in einem Museum verausgaben wollten, ich hingegen musste mich noch mit der Heimreise aus Göttingen herumschlagen. Danach gesellte ich mich aber zu den Blödis und wir hielten einen kleinen Plausch bei Subway.

Nach einiger Zeit suchten wir eine Kneipe auf, in der man auch drinnen rauchen kann, da es saukalt war. Jeder bestellte sich ein Bier, außer Reibeisenstimme Stine, die gönnte sich 'nen Tee. Wir quatschten über die neusten Entwicklungen in unserem Leben und nach einiger Zeit entschlossen wir uns die schöne Bar mit ihren krassen Preisen zu verlassen. Allerdings hatten wir dabei nicht unsere fehlenden Freunde in Bremen bedacht, denn wo sollten wir jetzt hin? Wir entschlossen uns eine Lena zu starten und uns Bier für 1 Euro zu kaufen, welches wir dann genüsslich in der Nähe der Mühle verzehrten.

Nach einiger Zeit entschlossen wir uns mal wieder Arapow zu trinken und einen Club in Bremen unsicher zu machen. Das Modernes schien ins uns ein gutes Ziel, aber zuerst musste der Schnaps her. Der nächstgelegene Penny war zufälligerweise der, neben Stines alter Wohnung. Also marschierten wir los und hielten zwischendurch in einem Park.
Der Penny hatte einen erstaunlichen Umbau erlebt, wie Maik und ich beim Einkaufen feststellten. Stine und Martha kamen nicht mit rein, sie zogen es vor uns immer zu zurufen, was sie gerne hätten. Nach einem Rieseneinkauf entschlossen wir uns wieder in den nächstgelegenen Park zu gehen. Dort gab es eine tolle Kletterburg, die wir zum Vorglühen nutzen wollten. Allerdings war das Erklimmen gar nicht so einfach, vor allem Hantelboy, der die große Einkaufstüte mit dem Mund hielt, musste sich hochkämpfen. Ein Gelächter durchfuhr uns alle, als wir sahen, dass es auch einen ganz einfachen Leiteraufstieg gibt. Aber Leiter kann ja jeder.

Dort oben angekommen, waren wir amazed von unserem tollen Trinkplatz. Es war dunkel, kalt und eng, aber der Regen traf uns nicht und abwertende Blicke prallten an den harten Holzwänden ab. Stine, immer noch mit halbtoter Stimme, lehnte den Alkoholkonsum ab und verließ uns auch schon nach einiger Zeit wieder. Vielleicht sind ihr auch die endlosen Diskussionen über Sprache auf die Nerven gegangen. Diese Gespräche sind immer die Momente, wo man uns super asozialen Menschen anmerkt, dass wir angeblich gebildeter sind, als andere Menschen mit Bier und Kippe auf der Bank. Nach einiger Zeit beschlossen wir uns auf den Weg zu machen. An den Weg selber kann ich mich gar nicht mehr so gut erinnern. Allerdings fällt mir der eine Kerl im Park ein, der Maiko um sein Handy bat, um seine Freundin anrufen zu können. Als Gegenleistung gab es krassen shit. Wir verabschiedeten uns von dem Kerl und seinen dazu gestoßenen Freunden und nun auf, auf zum Modernes. Mein nächster Erinnerungsfetzen handelt von der Garderobe und dann stehen wir auch schon im Raucherbereich und unterhalten uns mit einer Hand voll Typen. Einer konnte sich keine Kippen drehen und mit den anderen schnackten wir irgendwie über Religion und Terrorismus. Wir versuchten sie immer dazu bewegen, etwas auszugeben und ich glaube, das taten sie dann auch.

Martha und Maik verabschiedeten sich dann und ich blieb alleine zurück. Wieso mache ich das nochmal so gerne? Ich hatte gar nicht mehr so viel Spaß und wollte auch bald gehen. Doch zuerst musste ich einen der Kerle suchen um mir meine Jacke abholen zu können. Dann begab ich mich zur Haltestelle und wartete dort mit anderen auf die S-Bahn. Irgendjemand schenkte mir einen Kinder-Riegel. Als ich am Bahnhof war, wollte ich mir neuen Tabak kaufen, da ich meinen alten mal wieder verloren hatte. Mein eines Jäckchen ist auch abhandengekommen. Ich musste ein wenig Geld bei der Sparkasse abheben, da ich nur noch 2 Euro hatte. Das Problem war nur, dass ich meinen Pin vergessen hatte und ihn 3 Mal falsch eingab. Ich verstand die Welt nicht mehr und jammerte die ganze Zeit rum. So lange, bis mir der eine Typ noch 2 Euro schenkte. Das machte mich glücklich. Daraufhin fuhr ich nach Hause, aber nicht bevor ich wieder meine Handynummer verschenkte. Mittlerweile setze ich die Leute immer davon in Kenntnis, dass ich mich nie melde, aber es ist denen egal.

Als ich wieder zu Hause ankam war ich todmüde. Es muss so gegen 7 Uhr gewesen sein, als ich meine Äuglein schloss. Vorher noch 'ne Ass und schon geht's einem am nächsten Tag nicht ganz so bescheiden.

28.03.15 – einsB mit Maik, Beni und Lars

Am letzten Wochenende im März musste ich mal wieder nach Göttingen fahren, um mein Semesterticket zu verlängern. Eigentlich ist das eine ganz simple Geschichte, Karte in den Automaten rein und 20 Sekunden später kommt sie mit neuem Datum wieder raus.

Als ich Freitagabend dann bei mir durch die Tür trat war ich glücklich. Endlich mal wieder zu Hause. Ich hörte ein bisschen Musik, machte Essen und dann stand auch noch die Katze vor der Tür. Wir hatten uns schon 5 Wochen nicht mehr gesehen. Wir kuschelten, aßen zusammen eine Frikadelle und ein bisschen spielten wir auch. Am Samstag machte ich mich dann erst auf zum Plasmaspenden und danach zur Uni. Während der vorlesungsfreien Zeit sind bei diesem Gebäude ja immer nur 2 Türen geöffnet und dann in der Regel auch die, die entgegengesetzt von dem Ort liegen, zu dem du willst. Ich lief und lief und lief und als ich da war, war ich so angepisst. Diese dumme Uni hatte den Automaten als nicht voll funktionfähig eingestuft und erlaubte deshalb nur noch montags bis freitags die Verlängerung des Semestertickets. Tja, da war der Salat. Was sollte ich tun? Ich entschied mich bis Montag zu bleiben und Radio Bremen eine Mail zu schicken. Die Alternative wäre viel zu viel Geld für den Zug zu bezahlen. No way. Ich gebe mein Geld viel lieber für Essen und Party aus. Eine gute Zusammenfassung des Wochenendes. Denn nachdem das nicht funktionierte, fuhr ich heim und gab beinahe mein ganzes Plasmageld für Essen aus. Dann schrieb ich Maik, ob er nicht Zeit für eine kleine, gediegene Zusammenkunft hätte. Er hatte.

Am Abend kam ich also mit der festen Überzeugung dort an, ein, zwei Käffchen, ein bisschen Geplauder und dann fährste schön wieder mit dem Bus nach Hause und kannst ganz früh schlafen gehen. Schließlich willst du morgen ja die Wohnung putzen. Joa, ihr könnt das Käffchen dann durch Bier ersetzen und die Anzahl vielleicht auch etwas hochschrauben. Fügt noch ein paar Kurze und das Bierspiel mit dazu und es passt. Denn Beni hatte sich auch noch einen Kumpel eingeladen und ehe wir uns versahen, saßen wir vor dem Brettspiel und machten dumme Sachen. Es wurden Küsse verteilt, Liegestütze gemacht, Witze erzählt, Beleidigungen ausgesprochen, Torjubel geübt, Brote getoastet und Identitäten getauscht. Im Laufe des Spiels entschlossen wir uns, dass wir ja eigentlich mal tanzen gehen könnten. Wir machten uns auf den Weg zum einsB und hielten unterwegs noch an der Sparkasse. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal betrunken, aber mit absolut klarer Sicht auf 'ner Party war. So macht betrunken sein viel mehr Spaß.

Im Club angekommen, konnte ich mich wieder daran erinnern, schon mal dort gewesen zu sein. Allerdings nur im Raucherraum. Ich kaufte erst einmal noch zwei Bier und empfand die Thekentante so gleich als hochnäsig. Dann gingen wir tanzen. Die Musik mochte ich wirklich gerne dort und eigentlich hatte ich auch wirklich viel Spaß. Das einzige was mir missfiel, war der Kampf ums Pfand. Denn auch hier gab es 50 Cent (I'll take you to the candy shop…) auf Glas oder Flasche obendrauf, nur glaubten die einem immer nicht, dass man die Flasche Bier auch vorher gekauft hätte. Damit lagen sie ja auch eigentlich gar nicht mal so falsch, denn bis auf die zwei Bier kaufte ich da sonst nichts. Aber ich verstehe einfach nicht, warum es Pfand gibt, wenn da sowieso ein Angestellter rumläuft, der die Sachen einsammelt. Mich erinnert das einfach zu sehr an irgendeine perfide Art mehr Geld zu machen, als sowieso schon.

Egal, nach einiger Zeit war ich fertig. Ich hatte Hunger und war müde. Und das schon super früh. Maik und ich gingen zu ihm nach Hause und stritten uns noch darüber, ob er mir eine kleine Pommes kaufen soll, oder nicht. Ich gewann. Auf dem Nachhauseweg hatte ich dafür aber zeitweise so viel Hunger, dass mir schlecht wurde. Die 7 Kilometer erschienen mir noch nie so lang. Zu Hause aß ich Müsli und fast verkohlte Pizza. Dann war ich glücklich und schlief.

Am Sonntag putzte ich natürlich nicht die Wohnung, die Katze kam auch nicht nochmal vorbei. Stattdessen gämmelte ich die ganze Zeit rum und sah fern, ehe ich Montag wieder nach Bremen fuhr.
20.4.15 13:36


Ein Abend schöner, als der andere

21.02.15 – Dance Party mit Maik

Vor einer halben Ewigkeit hatten Maik und ich geplant mit Johanna einen schönen Abend zu verbringen. Allerdings kam immer irgendetwas dazwischen, sodass es sich stetig weiter nach hinten verschob. Bevor ich mein Praktikum in Bremen aber anfangen sollte, wollte ich noch einmal in Göttingen Party machen. Da traf es sich gut, dass Maikes Klausurenphase vorbei war. Johanna hatte leider keine Zeit, aber nächstes Mal dann.

Gegen halb sechs klingelte ich an der Tür. Wir hatten geplant früh anzufangen, um wieder früh aufhören zu können, damit sich kein Nachbar dazu genötigt sähe, sich zu beschweren. Wir setzten uns erst einmal in die Küche und quatschten ein bisschen, schließlich hatten wir uns schon lange nicht mehr getroffen. Piri, Lotte und Benni waren auch da, aber hatten mit sich selbst genug zu tun. Während ich mich von der Fahrt erholte, suchte Hantelboy schon einmal meine Songwünsche bei Spotify heraus und fertigte eine Playlist an. Die einzigartigen Aufnahmen unseres Chors gab es natürlich nicht bei Spotify zu finden – aus gutem Grund. Kurz darauf begaben wir uns in Maiks Zimmer und fingen an Spaß zu haben. Wir zogen uns passende, bequeme Sachen an und tranken etwas Wein, Bier und Tee. Eiswürfel gab es auch wieder und kleingeschnittene Äpfel. Die waren neu. Während des ganzen Abends laberten wir so viel. Unfassbar. Nebenbei tanzten wir. Ich sah mir das Jahrgangsbuch vom Dog an und blätterte in einem Buch von Alexander McQueen. Während des Tanzens zogen wir es vor an Maiks bunt beklebte Wand zu schauen und über jedes Bild zu sprechen, das dort hängt. Wir selber machten auch zwei Fotos von uns. Eins hässlicher, als das andere.

Während der Gastgeber sich gerne beim Tanzen gegen die Tür lehnte, liebte ich meinen Schal. Die Fenster beschlugen und veranlassten uns wieder zum Käsekästchenspielen. Eine Sache, die ich an diesem Abend ganz neu für mich entdeckte, war das Desinfektionsgel. Maik machte es mir vor: Einen guten Klecks auf die Handflächen geben, einreiben und dann mit gespreizten Fingern ganz schnell die Hände hoch und runter bewegen. Als würdest du dir beim Lachen Luft zu fächern. Das klingt so simpel, aber der Effekt… Vorher kalt und glitschig, verwandeln sich deine Hände plötzlich in keimfreie, heiße Samtpfötchen. Außenstehende würden es sicherlich mit einem skurrilen Paarungstanz verwechseln. Durch Johannas Terminschwierigkeiten hatten wir mehr Zeug zur Verfügung, als eingeplant, weshalb wir den Abend auch länger laufen ließen, als gedacht. Wir waren aber auch vorbildlich leise. Außer bei unserem Lieblings-Magic Mike-Video. Da hatten Piri und Benni wohl unsere Begeisterungsstürme durch die Wände vernommen. Was soll ich sagen?

Nach einiger Zeit flaute die Wirkung bei Maike schon ab, bei mir noch nicht so ganz. Das war aber kein Problem, denn so hatte ich einen super Nachhauseweg. Wegen meiner kleinen Polizeikontrolle entschloss ich mich nämlich den Großteil des Weges über mein Fahrrad zu schieben. Ich kam super schnell voran und sang glückselig gegen 3 Uhr morgens auf leerer Straße vor mich hin. Da merkt man, dass Göttingen doch ein Dorf ist, wenn nachts nicht eine einzige Menschenseele auf sonst stark befahrenen Straßen unterwegs ist. Zu Hause angekommen, tänzelte ich noch ein bisschen, beförderte meinen ermüdeten Körper allerdings dann doch recht schnell horizontal ins Bett. Der Abend blieb mir auf jeden Fall als äußerst spaßig und gesprächig in Erinnerung. Genauso wie der nächste Abend.

07.03.15 – Stubu mit Ilka

An diesem Samstagabend fuhr ich zu Ilka. Wir waren uns noch uneinig darüber, was wir mit unserer Zeit anfangen sollten, entschieden uns dann aber für einen klassischen Stubuabend. Oder Modernes. Nils hatten wir auch eingeladen, aber der war irgendwie anderweitig verplant.

Ich spielte wieder mit der Katz, die nicht mehr einfach wie von Sinnen das Spielzeug jagte, sondern zu taktieren begann. Ein bisschen mehr auf den Rippen hat se' mittlerweile auch. Ilka und ich zogen uns eine Flasche Hugo und eine Flasche Wein rein und hatten dann echt einen sitzen. Ein Umstand, der uns selbst ein wenig verblüffte. Mit dem Fahrrad ging es zum Bahnhof. Wir hatten unendlich viel Zeit bis endlich der Zug kam und uns nach Bremen brachte. Die Fahrt mit Superman verging wie im Flug. Ich konnte Ilka die vielen Vorteile eines Stubuabends schmackhaft machen, sodass wir uns dafür entschieden.

Kurz nachdem wir es dann reingeschafft hatten, bedeutete ich Ilka mir nach draußen zu folgen. Ich war irgendwie mit der Gesamtsituation überfordert. Überall Leute, laute Musik, Hitze – ich musste mich erst einmal sortieren. Danach gingen wir richtig rein und erst einmal hoch. Dort tanzten wir ein klein wenig, aber unsere Herzen schlagen für den Keller. Unten besorgten wir uns einen Orangensaft und füllten ihn mit eigens mitgebrachtem Wodka auf. Danach nutzten wir unser leeres Glas vor allem zum Wasser trinken.

An diesem Abend erzählten wir vielen Leuten, wir seien ein Paar, um unliebsamen Anmachen aus dem Weg zu gehen. Ilka log, dass sich die Balken bogen, aber bei unserem Gemütszustand fiel der Unterschied zwischen Pärchen und Freundinnen gar nicht mehr auf. Mit ein paar Kerlen unterhielten wir uns länger. Einer von ihnen war etwas eigenwillig. Seine Freunde meinten er hätte eine Freundin, weshalb er sich hier nicht so wirklich mit Mädchen unterhalten würde. Als würde jedes Singlemädchen sich vor ihm auf die Knie werfen und ihn bitten sie doch endlich anzubaggern.

Wir tanzten auch ordentlich und ich lief sicherlich 2 oder 3 Mal zum DJ um mir einen Song zu wünschen. Das war der netteste DJ auf der Welt, der meine Songvorschläge wirklich gerne und schnell spielte. Dafür gab ich ihm ein Lob zurück und jetzt sind wir BFFs. Sowieso schienen an diesem Abend alle Leute ultra nett drauf zu sein. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, die Leute im Stubu waren cooler und freundlicher drauf, als in der Stadthalle oder dem Dröön. Unten zumindest. Oben kann das schon wieder ganz anders aussehen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nämlich noch nicht meine schicke Bauchtasche und musste mein Rauchzeug noch in den Händen halten. Ein Wunder, dass ich es nur einmal liegen ließ. Allerdings viel es mir sofort auf, ich rannte zurück und da stand ein guter Kerl, der es mir lächelnd zurückgab. Ich dankte ihm so sehr und tanzte weiter. Jetzt im Nachhinein würde ich sagen, er gab es mir nur wieder, weil ich ein Mädchen bin, aber egal!

Nach einiger Zeit wurden unsere Körper müde und wir gingen wieder zum Bahnhof. Unsere Köpfe wollten noch nicht ins Bett, sie wollten weiter tanzen und Spaß haben, aber es sollte nicht sein. Am Bahnhof mussten wir recht lang auf unseren Zug warten. Es war super kalt und wir kuschelten uns aneinander. Als ich dann morgens gegen halb acht mit dem Fahrrad wieder nach Hause fuhr, war ich richtig gut drauf. Müde, aber glücklich. Ein richtig schöner Abend ging mit einer erfrischenden Fahrradfahrt zu Ende. Es sollte ein schöner, sonniger Sonntag werden, aber den Großteil davon verschlief ich.
19.4.15 12:22


Praktikum in Bremen

02.03.15 – 10.04.15 – Praktikum bei Radio Bremen

Mein Studiengang verlangt von mir, dass ich irgendwann im Laufe der Zeit ein 4-Wöchiges Praktikum mache. Zu meinem Glück hat mein Vater Connections, die ich mir zu nutze machen konnte und somit einen Platz bei Radio Bremen bekam. Ursprünglich sollte das ganze 7 Wochen gehen, allerdings übersah ich, dass die Uni schon wieder eine Woche eher los geht, als ich annahm, deshalb sind es nur 6 Wochen geworden. Das reicht aber auch.

Für diese Zeit zog ich wieder zu meinen Eltern nach Verden und genoss weitestgehend die Vorzüge des Elternhauses. Nichtsdestotrotz bin ich froh, wieder zu Hause zu sein. Allein schon, weil ich jetzt morgens mit niemanden mehr reden muss #Morgenmuffel xD Das Praktikum ging äußerst schnell um. Das empfand nicht nur ich so, sondern im Grunde alle anderen Leute auch. Viel gelernt habe ich in der Zeit auf jeden Fall. Ich würde sagen, man kann eigentlich kaum einen besseren Praktikumsplatz bekommen, da einfach eine große Bandbreite an Aufgaben auf einen zukommen. Das Sprachtraining zum Beispiel fand ich äußerst interessant und aufschlussreich. Man kommt sich wieder wie ein Grundschulkind vor, dass sich gerade von Bilderbuch auf Lesebuch upgegradet hatte. Auch die Art einen Text für einen Radiobeitrag zu verfassen unterscheidet sich von dem, was man so vorher in der Schule lernte. Die kurzen, prägnanten Sätze habe ich mir so angewöhnt, dass ich die Texte für diesen Blog nun auch schon so formuliere. Zumindest für meine Verhältnisse.

Auf jeden Fall möchte ich nie wieder eine Straßenumfrage machen müssen. Das ganze ist so deprimierend. Auf 20 Anfragen kommen vielleicht 2 Antworten und wenn du Pech hast, ist die Aufnahme so bescheiden, dass du sie nicht verwenden kannst. Immerhin haben mir zu 99 % der Leute freundlich eine Abfuhr erteilt.

Ich wünschte, ich könnte diesen Eintrag als meinen Praktikumsbericht abgeben. Den habe ich nämlich noch nicht fertig geschrieben. Demnächst irgendwann, dann vielleicht auch mit ein bisschen mehr Inhalt.
18.4.15 18:09


2 Mal eine Runde Dröön bitte

17.01.15 – Wiedereröffnung des Drööns

Eine Woche später verschlug es mich wieder mal nach Achim. Das Dröön war für 3 Monate geschlossen um ein paar Umbaumaßnahmen durchzuführen. An diesem Tag sollte die Wiedereröffnung sein.

Ich traf mich mit Ilka in Verden am Bahnhof, gemeinsam fuhren wir mit dem Zug nach Achim und warteten dann an diesem kleinen Einkaufscenter auf Nils. Es war so verdammt kalt und der Herr ließ sich ewig Zeit. Also beschlossen wir uns schon einmal anzustellen, denn offensichtlich wollte sich jeder Hinz und Kunz vom Umbau überzeugen. Nach geraumer Zeit trafen wir auch endlich mal zusammen und nach wiederholtem Warten konnten wir den Eintritt bezahlen. Doch zuerst musste ich noch die Getränke verstecken. Da ich Nils Auto nicht fand, entschloss ich mich sie in eine Papiertonne zu legen. Niemand sucht in einer Papiertonne nach Alkohol. Meine Idee fruchtete tatsächlich und dann ging es erst mal nach Hause – aufwärmen.

Nils war noch ganz gecrasht von Timmys Geburtstagsparty, Ilka war freitags irgendwie auch auf Kneipentour und ich? Mir ging es eigentlich ganz gut, dennoch ließ ich mich etwas von den anderen runterziehen. Wir entschieden uns mit Superman den Abend zu verbringen und warteten auf sein Erscheinen. Er war schon fast da, da klingelte Nils Handy und am anderen Ende war jemand, der ganz viel zu erzählen hatte. Da ich die Ruhe nicht mehr aushielt, ging ich mit Ilka auf die Toilette und wir unterhielten uns ein bisschen. Ilka erzählte mir von Helge, während ich aufgeregt in der Zeitung blätterte und am liebsten losgelaufen wäre, um meine überschüssige Energie loszuwerden. Wir knieten berauscht auf dem Boden bis Nils endlich die Tür öffnete und uns frei ließ. Wahnsinnig viel Zeit verbrachten wir nicht mehr zu Hause, wir wollten die Party stürmen. Doch zuerst machten wir noch einen Abstecher zur Bank und trafen unterwegs auf Julian. Den hatte ich auch schon eine Weile nicht mehr gesehen. Wir gingen mit zu ihm in seine spartanisch eingerichtete Wohnung und holten noch zwei Fläschchen Sekt. Julian war leider nicht so schlau, sich vorher einen Stempel zu holen und musste deshalb noch etwas warten, bevor er mit uns abspacken konnte.

Im Dröön war es ziemlich voll. Voll von minderjährigen, unbekannten und teilweise angriffslustigen Menschen. Ganz anders als ich das sonst so gewohnt bin. Ein Undercover-Cop hatte sich angeblich auch unter die Menge gemischt und die Türsteher schienen uns auch mal mit der Taschenlampe in die Augen, aber wir durften alle rein.
Die Musik war auch schon einmal besser. Nichtsdestotrotz konnte man ganz gut tanzen und einmal wurde "Voodoo People" von Prodigy gespielt, was den Laden zum Bersten brachte. Allerdings muss ich mich erst daran gewöhnen, von kleinen Jungs im Dröön angetanzt zu werden. Ja, daran muss ich mich erst gewöhnen. Die Umbaumaßnahmen konnte ich auch nicht wirklich ausmachen. Anscheinend wurde nur der Lärmschutz verbessert und eine Tür führt jetzt in einen separaten Outdoor-Bereich zum Rauchen. Wie gesagt, ich kannte so gut wie niemanden dort. Neben Jonas und Josep, fallen mir sonst nur noch Simon und Nils Schwester ein. Nils Schwester hatte ich dann wohl noch etwas verärgert, weil ich sie mit einem Zoowärter verglich. Die Gäste als Tiere im abgesperrten Raucherbereich, die Angestellten räumten ihren Dreck weg und wir sahen von außen zu. Wie im Zoo.

Ilka war irgendwann mit Helge unterwegs und bei mir ließ der Spaß auch etwas nach. Jonas und Nils überredeten mich noch für einen Chill Out mit zu Nils zu kommen. Dort angekommen war mir so kalt. Ich vermisse den warmen, sonnigen Sommer. Oh warte, ich gucke aus dem Fenster und da isser ja! Wir lagen auf dem Sofa und quatschten noch ein wenig, hörten Musik und ich kraulte den beiden die Köpfe. Als Belohnung bekam ich von Jonas eine Fußmassage. Zwischen 9 oder 10 verschwand ich wieder, nun wirklich bereit ins Bett zu gehen.

31.01.15 – 90er Party im Dröön

Ende Januar wurde ich zur 90er-Party im Dröön eingeladen. Meine Teilnahme hing von der Plasmaspende am Tag davor ab, die allerdings so gut verlief, dass ich nur zusagen konnte. Wer sich passend kleidete, durfte weniger Eintritt bezahlen. Perfekt für chronisch arme und sonderbare Menschen wie uns. Als ich bei dem großen Haus in der Straße ankam, hörte ich schon die Gesänge und das Gejohle der anderen Gäste. Ich betrat die kleine Wohnung und es traf mich der Schlag. Es war warm, laut und bunt. Zurückversetzt in die 90er. Was ja schon Sinn macht. Nachdem ich mich erst mal ausgeruht hatte, wurde ich aufgehübscht. Ich wollte ein bisschen auf Aerobictante machen, was gar nicht so einfach mit meinen Klamotten war. Merle verpasste mir noch Glitzerlidschatten, einen toupierten Pferdeschwanz und düstere Lippen. Der Lippenstift wiederum nutzte sich nach einiger Zeit so ab, dass nur noch mein Mundrand dunkel war – wenn das nicht wirklichkeitsgetreu ist.

Wir dudelten verschiedenste Tracks durch und machten uns schon recht zeitig auf. Unsere Sachen verstauten wir bei Sheirina. Im Club angekommen, mussten wir erschrocken feststellen, dass sich die meisten Leute dort nicht verkleidet hatten. Super lame. Altersmäßig stachen wir da auch wieder etwas raus, schließlich hatten wir die 90er zumindest noch einigermaßen richtig miterlebt. Nachdem ich ein wenig getanzt und die Lage abgecheckt hatte, fasste ich mir an den Kopf, weil ich meinen Wein nicht dabei hatte. Ich wollte wieder zurück und ihn holen. Merle fragte einen Kumpel, der nüchtern mit dem Auto da war und wir machten uns zu dritt nochmal auf nach Hause. Der kurze Trip zog sich dann doch etwas länger, da wir lieber zu dritt mit ein bisschen ruhiger Musik chillen wollten. Wir kuschelten uns ein wenig aneinander, während uns die anderen im Dröön suchten. Meinen Wein trank ich während des Zwischenstopps dann auch aus und kurze 2 oder 3 Stunden später waren wir wieder da. Für unser langes Wegbleiben bekamen wir Ärger von den anderen. Natürlich hatte keiner von uns aufs Handy geguckt oder gedacht, unsere stille Abwesenheit könne zum Problem werden.

Die restliche Zeit verbrachten wir tanzend und ich hüpfte wie ein Flummi zu dem Beat. Danach ging es noch einmal zu Sheirina - ein bisschen abhängen. Es entstand eine große Diskussion darüber wer, wo, wie und wann mit dem Auto zurück in die WG fährt, oder nicht. Ich weiß nur noch, dass ich mich abermals zwischen 9 und 10 auf den Weg nach Hause machte.
18.4.15 14:37


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