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Anooma in Bremen

03.04.15 – Anooma mit Ilka und Konsorten

Als ich die Mädchen vor einiger Zeit in Bremen traf, erzählte mir Stine von einer coolen Party in Bremen. Auf Facebook entdeckte ich dann Ilka unter den Gästen und so kam es, dass ich mit ihr, Helge und seinen Freunden diese Party besuchen sollte. Den krassen Eintritt von 19 Euro gab Ilka mir aus, so wie fast alles andere auch. Wir glühten bei Ilka vor und spielten Meiern. Anfangs war ich noch ganz vorne mit dabei, später verlor ich immer wieder. Aber die Katze lenkte mich auch ab. Es gab eine endlose Diskussion darüber welchen Zug wir denn nun nehmen wollen würden. Letztendlich entschlossen wir uns für den um halb elf. Ein Zug der unnatürlich viel hin und her ruckelte und für den Weg Ewigkeiten zu brauchen schien. Eine der längsten Zugfahrten ever. Notiz an mich selber: Vergesse nie ein Wegbier mitzunehmen.

In Bremen angekommen, stiegen wir ins Taxi und fuhren vor Ort. Wir rauchten eine, holten unsere Bändchen ab und stiefelten dann wieder nach draußen, um ein wenig „frische Luft zu schnappen“. Die Musik dröhnte nach draußen und ließ die metallenen Wände des Gebäudes vibrieren. Nach einiger Zeit hielt mich nichts mehr draußen und ich wanderte schon einmal hinein. Ich gab meine Jacke ab, kaufte mir einen Orangensaft (wieder gab es Pfand auf Gläser und Flaschen) und füllte auf der Toilette etwas Wodka hinzu. Auf dem Weg zu unserem Treffpunkt fand ich dann noch eine Kippe auf dem Boden. Ich lief auf Ilka zu und berichtete ihr total euphorisch von den vielen „aufregenden“ Dingen, die ich schon erlebt hatte. Nach einer Kippe fingen wir an, den ganzen Laden zu erkunden und ein wenig zu tanzen. Ich traf Bernd nach einem halben Jahrhundert überraschend wieder. Er konnte sich verständlicherweise gar nicht mehr an mich erinnern, aber an die bulgarische Ameisenpizza auf der Abifahrt. Die Treppe hinauf gab es einen kleinen Stand für Körpermalerei. Dort ließ ich mir irgendein Gedöns ins Gesicht malen, dass ich im Laufe des Abends immer mehr verwischte. Am unteren Ende der Treppe gab es einen Dreadlocks-Stand. Dort fand ich Ilka, die sich in einem super gemütlichen Sitzsack einen Dread häkeln ließ.

Den anderen drei Leuten liefen wir immer mal wieder über den Weg, Nils hingegen nicht. Der wollte ursprünglich auch mitkommen, aber erschien einfach nicht. Also machten Ilka und ich uns wieder auf den Weg zur Toilette und versuchten ihn zu erreichen. Er nahm tatsächlich ab und Ilka erteilte ihm den Auftrag auf der Party zu erscheinen. Das Mädchen telefonierte so laut, dass es der gesamte Waschraum mitbekam und irgendwann aus allen Ecken ein „Das ist jetzt dein Auftrag!“ hallte. Wir mischten uns noch einen weiteren Wodka-O und Ilka erzählte mir, dass sie jetzt schon wissen würde, wie sehr sie die eine Dreadlock morgen bereuen würde. Danach machten wir uns auf die Suche nach den anderen. Wir berichteten Helge von unseren Erlebnissen bis Ilka sagte: „Ich lass mir noch 'ne zweite Dreadlock machen!“ Für einen kurzen Moment war ich irritiert, doch so schnell das Gefühl aufgekommen war, so schnell wurde es übermannt von reiner Neugier und Abenteuerlust: Ich wollte dabei sein, wenn Ilka sich eine Zweite machen lässt. Tatsächlich blieb ich aber nicht die ganze Zeit dort. Stattdessen schwebte ich zur Dance Area und trieb für einige Zeit zu den wabernden Bässen.

Ilka deckte sich währenddessen beim T-Shirt-stand mit neuen Accessoires ein. Sie ließ ihr Shirt neu bedrucken und gönnte sich Hut und Leinenbeutel. Helge verbrachte die meiste Zeit auch bei diesem Stand und machte auf Praktikant. Neben Bernd kannte ich sonst nur noch eine andere Person und zwar Micha. Doch den traf ich erst, als meine Laune schon mittelmäßig war und alle meine Kaugummis verschenkt.

Dann fing ich langsam an zu schwächeln. So eine Party auf der nonstop Goa läuft, ist halt nicht ganz so meins. Mit Verwunderung stellte ich nach einiger Zeit fest, dass es tatsächlich DJs auf dieser Party gab. Für mich fühlte es sich eher so an, als hätte irgendjemand eine CD in die Anlage geschoben und auf Repeat gedrückt. Der immerzu gleiche Beat hämmerte sich in meinen Kopf und ließ meinem Gehirn keine Sekunde Ruhe. Kein Drink und kein Snack konnten meine Laune verbessern. Das Problem an der Geschichte war aber nun leider, dass ich dort alleine nicht wegkam. Das Pier 2 ist am Arsch der Welt und Geld für ein Taxi hatte ich auch nicht. Also musste ich ein wenig ausharren, bis die anderen ebenfalls keine Lust mehr hatten. Helges zwei Freunde sind leider ohne sich vorher zu verabschieden gegangen, ansonsten wäre das mein ultimatives Ticket nach Hause gewesen. Stattdessen fingen mich die Leute an zu nerven und wenn das passiert, sollte ich mich am besten alleine in eine Ecke setzen und mit niemanden reden. Komischerweise habe ich immer das Gefühl, wenn ich nicht angesprochen werden möchte, quatschen mich die meisten Leute an, was mich dann noch mehr anpisst. Notiz an mich selber 2: Gehe nie auf eine Party, wenn du nicht weißt, wie du auch alleine wieder nach Hause kommst.

Irgendwann bekam Ilka dann Bauchschmerzen und wir beide realisierten, dass wir den ganzen Abend über Orangensaft getrunken hatten. Viel Organgensaft. Dabei schlägt sich die eine mit einer Fructoseintoleranz herum und die andere kriegt eigenartigen Ausschlag an den Händen, wenn sie Zitrusfrüchte konsumiert. Es war schon halb sieben morgens als wir endlich in ein Taxi stiegen und mich Erleichterung durchströmte – endlich weg von dieser anstrengenden Musik. Ich nahm mir vor zu Hause erst einmal einen schönen poppigen Song mit Lyrics und Melodie anzuhören. Während der Zugfahrt berichtete Ilka noch von dem Apfel, den sie aß, aber nicht bezahlen wollte. Helge spendierte ihr dann den weiteren Schritt zu schmerzhaften Bauchkrämpfen.

In Verden angekommen, musste ich noch zwanzig Minuten auf meinen Bus warten, ehe ich endlich nach Hause fahren konnte. Gegen 8 lag ich dann zusammen gekugelt im Bett und ließ mich von einer Folge Law & Order: SVU in den Schlaf lullen.
21.4.15 12:47
 


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