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Mein letztes Wochenende im Norden

Hallo ihr lieben treuen Leser,

endlich ist es soweit: alle Partys sind abgearbeitet und veröffentlicht. Jetzt bin ich frei für neue Geschichten und hoffe, dass ich sie auch recht zeitnah niederschreibe.

Das letzte Wochenende war seit ca. 2 Monaten das erste, an dem ich nichts zu tun hatte und mir einfach nur die Sonne auf den Bauch scheinen ließ. Ich putzte und räumte die Wohnung um. Nun habe ich in der Mitte meines Zimmers eine riesen Tanzfläche, die mich schon dazu veranlasste ein Rad zu schlagen und dabei auf den Arsch zu fallen. Nichtsdestotrotz mag ich die neue Aufteilung, allerdings wird mir dadurch wiedermal richtig bewusst, wie häufig ich während einer Textarbeit aus dem Fenster starre. Irgendwie beflügelt der Blick nach draußen meine Kreativität. Ein Grund weshalb ich bei RadioBremen wohl auch das Gefühl hatte, mein Kopf wäre ein wertloser Hohlraum, denn dort konnte ich nur gegen eine rote Wand starren.

Kommen wir zu den letzten beiden Ereignissen.

10.04.15 – Bollywood mit Ilka

Im Laufe der vielen Partys im letzten Jahr beschlossen Ilka und ich irgendwann mal zusammen einen Bollywoodfilm zu schauen. An meinem letzten Freitag im Norden wollten wir den Plan dann endlich in die Tat umsetzen. Mit dem Fahrrad kam ich pünktlich bei Ilka an. Es war richtig schönes sommerliches Wetter. Wir entschlossen uns dazu, den Film zu sehen, den ich mir damals begeistert im Kino ansah. Ein guter Film, der alle möglichen Genre miteinander vereint. Dazu gab es zwei Sandwiches.

Der Film dauert 3 Stunden, weshalb er auch unmöglich viele Handlungsstränge aufweist. So viele, dass Ilka vor allem am Anfang äußerst irritiert war. Während sie sich immer mal wieder fragte, worum es jetzt eigentlich gehe, freute ich mich diebisch darüber den Film schon gesehen zu haben. Das erleichterte es mir einen Überblick zu bewahren, auch wenn ich mal unaufmerksam war. Ebenso konnte ich Milka auch darauf hinweisen, dass der Film mit der Intermission noch nicht zu Ende sei. Schließlich hatten die Figuren erst durch eine Manipulation des Telefonvotings den Vorentscheid der Tanzweltmeisterschaft gewonnen und noch nicht den Tresor ausgeräumt. Den Anlass für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft hatte Ilka aber schon wieder vergessen. Was für ein mieser Film wäre es, wenn sich eine Gruppe von Menschen zusammenfindet, um den Vorentscheid zu gewinnen und jeder weiß, dass sie es auf jeden Fall gewinnen werden, weil sie sich ja in die Abstimmungsergebnisse hacken.

Der Dialog zweier Hauptfiguren ließ Ilka dann auch mal über die phonetische Ähnlichkeit der Worte „Nein“ und „Neun“ fachsimpeln. Während ich mich also an dem Film weiter erfreute, vernahm ich links von mir ein stetiges „Nein, Neun, Neun, Nein, Neun, versuch das auch mal, das klingelt voll ähnlich, Nein, Neun...“ Ich ließ es bleiben. Am Anfang eines solchen Abends rede ich immer viel, oder versuche es zumindest. Nach und nach verstumme ich aber, weil aus meinem Mund nur Quark kommt. Ein kurzes Kopfnicken und ein „Ja“ muss dann reichen.

Nachdem der Film zu Ende war, sahen wir uns noch einmal den Anfang an und Ilka zählte die Bauchmuskeln des Hauptdarstellers nach. Da sie Helge erzählt hatte, wir würden einen Mädchenabend veranstalten, mussten wir bei der Vorstellung ordentlich lachen, dass er genau in diesem Moment reinkommt und uns beim Zählen ertappt. Tat er aber nicht, wahrscheinlich verlor er gerade auf seinem Jahrgangstreffen seine Hose.

Sobald wir ausgezählt hatten, beschlossen wir noch „Baymax“ zu gucken. Wir beide hatten den Film schon gesehen, was die ganze Sache erleichterte. Die „Gib Box“ - Geste gibt’s jetzt nur noch mit einem Falalala am Ende. Es war schon gegen halb 2, als ich mich auf mein Fahrrad setzte und losfuhr. Nach der Hälfte der Strecke entdeckte ich auf jeder Seite der Straße eine Polizeikontrolle. Ich schwankte zwischen Ungläubigkeit und Paranoia und versuchte krampfhaft so normal wie möglich zu fahren. Doch wenn man sich so darauf versteift, normal zu wirken, klappt das irgendwann nicht mehr so richtig. Ich dachte nur: “Ich muss gerade fahren, muss gerade fahren, muss gerade fahren, nicht schlingern, fang bloß nicht an zu schlingern“, hatte aber das Gefühl ich führe Zick Zack und gleich in die Polizisten rein. Doch alles lief gut, niemand hielt mich an, ich fuhr nirgendwo gegen (außer in die eine Baustellenabsperrung, aber nur ganz leicht) und zu Hause schlief ich schließlich schnell ein.

11.04.15 - Nils' Geburtstagsfeier

Das letzte Wochenende in meiner Heimat sollte mit einer ordentlichen Party enden. Da traf es sich gut, dass Nils eine Woche zuvor ein Viertel Jahrhundert alt wurde. Doch zuvor wollte ich mit meinen Eltern noch einmal zu Dodenhof fahren. Lebensmittel einkaufen macht Spaß und ein gutes Eis essen sowieso. Davor gab es noch für jeden ein großes Stück Pizza. Meines rutschte auf den Boden, als mein Vater mir den Teller vor die Nase stellen wollte. Ich aß das Stück trotzdem. Es war delicious und mir geht es immer noch fein.

Gegen 19 Uhr schwang ich mich auf das Fahrrad und fuhr zum Bahnhof. Das Wetter war super mies und kurz nachdem ich ankam, fing der Regen erst richtig an. Das versüßte mir den Weg zum WG-Haus an der Mühle nicht wirklich. Aber das Bier tat es. Dies kaufte ich mir zuvor im nahegelegenen Rewe, nachdem ich meinen Ausweis vorgezeigt hatte. Dort angekommen, machte mir das Geburtstagskind die Tür auf und geleitete mich in den mittleren Teil des Familienhauses. Dort hatten sich schon die ersten Gäste eingefunden. Wir tauschten Neuigkeiten aus und ich bekam mein erstes Mini-High-Five an diesem Abend. Immer mehr Gäste trudelten ein und es wurde der Entschluss gefasst, die obere Etage ebenfalls als Raum zu nutzen.

Nachdem wir herausgefunden hatten, dass 0815 nicht das richtige Passwort für Nils iPad ist, diskutierten wir häufig darüber, welche Musik gespielt werden sollte. Das einige Menschen noch nicht mit dem Kabelbruch vertraut waren, erschwerte die ganze Situation noch etwas. Ein paar Mal konnte ich mich durchsetzen und Lieder genießen, die ich mir ausgesucht hatte. Doch im Laufe des Abends verschlug es mich mit dem iPod in Nils' Schlafzimmer. Dort gab es eine Dockingstation, die den Raum zu einem 3. Dance Floor umwandelte.

In Nils Wohnzimmer versammelten sich immer mehr Menschen, weshalb Ilka den immerzu vollgeladenen Ikeastuhl in der Ecke entrümpelte. Es sei eine wahre Verschwendung von Stuhl, merkte ich an. Während Dirk schon alles unter den Tisch kehrte, machte ich noch etwas Werbung für meinen Blog.

Ein paar Leute hatten sich vorgenommen, an diesem Abend dem Dröön ebenfalls einen Besuch abzustatten. Meine Wenigkeit hatte auch Lust dazu und ich machte mit Ilka und Helge aus, dass wir um halb 3 dort hingehen würden. Doch die beiden mussten ohne mich losgehen, ich hatte noch zu viel Spaß auf der Geburtstagsfeier. Später in der Nacht machte sich noch eine zweite Truppe auf den Weg und ich war hin- und her gerissen, ob ich mich dieser anschließen sollte, oder nicht. Ich entschied mich gegen einen Besuch. Das lag vor allem an dem langen Fußmarsch und der Tatsache, dass ich meine Hose wieder hätte anziehen müssen. Die hatte ich zuvor gegen Nils' Badehose getauscht. Dazu trug ich noch Timmys super soften Pulli, den ich am liebsten gleich mitgenommen hätte und zwischenzeitlich noch einen Hut. Ich fühlte mich wie ein Gangster, Nils bescheinigte mir aber, ich sähe eher aus, wie ein braves, fleißiges Schulkind. Ich sag euch, das liegt an meiner neuen Frisur. Der biedere Bob lässt mich aussehen, wie eine Fußball-Mom, die immer noch „total hip und modern“ ist und am Spielfeldrand ihrem Jungen zu jubelt: „Das ist mein Sohn!“

Auf der Suche nach einer passenden Hose, verpasste ich mir dann auch noch selber eine dicke Beule an der Stirn, als ich die Schranktür öffnete, aber nicht meinen Kopf zurückzog, wie ein normaler Mensch es tun würde. Jedes Mal wenn ich in der folgenden Woche in den Spiegel schaute, erblickte ich die Beule und musste an meine eigene Blödheit denken. Da oben rechts auf meiner Stirn war der unverkennbare Beweis dafür.

Irgendwann beschlossen Nils und ich mir die Haare zu färben. Dazu mussten wir uns ins Bad der mittleren Etage begeben, denn dort war der Schaum zu finden, der nach einem Mal waschen wieder rausgeht. Bis wir allerdings endlich im Bad ankamen, dauerte es Ewigkeiten. Von Nils' Schlafzimmer aus schafften wir es ins Wohnzimmer und hatten dann unseren Auftrag schon wieder vergessen. Er kam uns wieder in den Sinn, wir gingen hinab und landeten in Tim's Zimmer – Puff, wieder vergessen. Von da aus war es aber nicht mehr weit und ich bekam lila Schaum in die Haare. Nachdem das Zeug getrocknet war, leuchteten meine Haare in zartem lila. Ich war so begeistert von dem Schaum, dass ich nun in jeder Drogerie nach etwas ähnlichem Ausschau halte.

Der dritte Dance Floor eignete sich auch hervorragend um im Bett zu liegen und zu quatschen. Ich achtete sorgsam darauf, dass meine neuen lila Haare nicht auf die helle Bettwäsche abfärben. Nils erinnerte mich ebenfalls daran, ehe wir belustigt feststellten, dass meine Vorsicht total Banane sei, schließlich hatte er schon die ganze Zeit mit seinen roten Haaren dort gelegen und allerhand Flecken hinterlassen.

Als ich wieder in Göttingen war und meine Wäsche der Waschmaschine überließ, entdeckte ich dann einen Sticker unter meiner sauberen Wäsche. Da fiel mir wieder ein, dass ich irgendwann im Laufe des Abends ein paar davon auf mein T-Shirt geklebt bekommen hatte. Ich weiß nicht mehr wieso, wer das war oder wo die herkamen, nur das meine Waschmaschine den Großteil davon schluckte.

Während ich mich mit Pascal tanzend auf dem 3. Dance Floor über Musik und Michael Jackson unterhielt, kam die zweite Drööntruppe wieder zurück. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen wurden sie nicht mehr ins Dröön gelassen, da die Kasse schon geschlossen war. Früher konnte man dann immer ohne Eintritt die letzten Stunden des Abends dort verbringen, mittlerweile scheint das nicht mehr zu gehen.

Nach und nach verabschiedeten sich die Party-People. In der Zwischenzeit berichtete Pascal von einer Freundin namens Ilka, die einen Hund hat, der Hanna heißt. Zufälle gibt’s. Ich schoss nochmal schnell ein wackeliges Foto von vier Freunden im Morgengrauen und entdeckte überraschende verwandtschaftliche Beziehungen. Gegen halb sieben kamen Ilka und Helge wieder zurück, im Schlepptau hatten sie einige Freunde Helges. Ich raffte mich nochmal zu letzten Tänzereien auf, ehe ich mich auf den Weg nach Hause machte. Ich war müde und richtig stolz auf mich, dass ich auch wirklich ging. Als ich gegen 9 Uhr die Haustür öffnete, saßen meine Eltern schon am Frühstückstisch. Für einen kurzen Moment spielte ich mit dem Gedanken mich dazu zu setzen, aber ich wäre wahrscheinlich mit dem Kopf in der Müslischale eingeschlafen.

P.S.: Mir fällt noch ein, dass Ilka Nils eine ewig lange Geburtstagsnachricht mit seinem Handy schrieb. Wurde die schon gelesen?
23.4.15 14:11
 


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