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Was würde Kiefer wohl sagen?

Neue Woche, neuer Eintrag.

Am 20. Mai sollte mein Geburtstag sein. Ein Tag, dem ich nicht allzu freudig entgegen blickte. Ehrlich gesagt wollte ich, dass er möglichst schnell endet. Warum weiß ich auch nicht so genau. Vielleicht lag es daran, dass es ein Mittwoch war und ich ihn größtenteils alleine verbrachte, oder dass sich in meinem Briefkasten unschöne Post versteckte. Aber etwas schönes gab es doch noch. Ein Päckchen meiner Eltern kam an und in ihm befanden sich u.a. DVDs die meine Bollywood-Obsession anstacheln sollten. Das erheiterte mich mindestens so sehr, wie die Bekanntgabe des Cast einer zukünftigen Filmproduktion, die mich, übersprudelnd vor Freude und mit einem depperten Grinsen im Gesicht, träumen ließ. Nach diesem Adrenalinstoß war ich so müde, dass ich erst mal ein erholendes Mittagsschläfchen hielt.

Am Tag darauf tauchte ich wieder mal bei Maik in der WG auf, dort wollten wir uns einem Spieleabend hingeben. Wir fingen mit „Burn“ an, ein Spiel, dem ich immer noch ein hohes Suchtpotenzial attestiere. Daraufhin spielten wir ein Kartenspiel, von dem ich den Namen jedoch wieder vergaß. Nach anfänglichen Verständnisschwierigkeiten machte es irgendwann immer mehr Spaß, vor allem weil man seine Mitspieler so oft, so schön in die Scheiße reiten kann. Als letztes stellten wir uns einem Brettspiel, bei dem wir versuchten uns irgendwie durch die Regeln zu mauscheln. Es ist immer gut, wenn wenigstens einer einen Plan von den Spielregeln hat, ansonsten flowt es einfach nicht so richtig. Das erinnert mich an Monica Gellers Satz: „Die Spielregeln sind dafür da den Spaß in Grenzen zu halten!“

Am darauffolgenden Pfingstwochenende wollten Nils, Ilka, Maik und ich ein bisschen von allem feiern. Gegen Abend stolperten die drei Weisen auf meine Terrasse und machten erst mal Lärm, während meine Nachbarn wohl schon mal unter Augenrollen die Ohrstöpsel hervorkramten. Nach einem Käffken und einem kurzen Austausch von Neuigkeiten, trieb uns das kühle Wetter in die Wohnung. Jeder von uns flößte sich etwas Alkohol ein, ehe die What's app-Leuchten angingen. Leidlicher Weise kann ich mich an relativ wenig von dem Abend erinnern. Da hilft es natürlich, dass wir wieder mal die WebCam zur Aufnahme des Abends nötigten und mir die Videos hier und da ein paar Anhaltspunkte entgegenspucken.

Auch dieser Abend kam, wie so viele schon vor ihm, nicht ohne die nötigen Verkleidungen und Frisurenwechsel aus. Ilka machte es sich zur Aufgabe aus jedem vorhandenen Schal ein Oberteil zu basteln, während Maik sich alle nicht anderweitig verwendeten Halswärmer auf einmal um den Nacken schwang und sich damit liebend gerne durch den Raum drehte. Nils hielt sich zurück, ab und zu mal ein Mützchen auf dem Kopf und 15 Sonnenbrillen auf der Nase, trug er den Abend über nur die eine besondere Festivalhose. Ich bediente mich ebenfalls großzügig an meinem Kleiderschrank, doch mein favorisiertes Outfit des Abends war wohl Sport-BH, kurze Hawaii-Hose und glitzernder Fellschal, gelegentlich aufgepeppt durch meinen Wintermantel.

Auf dem ersten Höhepunkt des Abends schenkte ich Nils sein verspätetes Geburtstagsgeschenk und Maik mir meines: ein Mandalabuch mit Channing-Tatum-Geburtstagsgruß und vielen, vielen klebenden Tattoos. 1/4 der besagten Tattoos wurden dann auch auf unseren Körpern verteilt und die Schutzfolien dazu finde ich heute noch in allen Ecken der Wohnung. Unsere Gesichter zierten Bindis, die uns durch den Schweiß immer wieder verloren gingen. Denn in der Wohnung war es heiß. Die Heizung war volle Kanne an, damit der ein oder andere leicht frierende Gast nicht eben dies tat. Eine willkommene Abkühlung boten da die unzähligen Eiswürfel, die überall ihre Verwendung fanden. Im Getränk, im Mund, im Ausschnitt, zum Massieren oder wenn einer auf den Boden fällt, schmilzt und 5 Minuten später tritt man nichtsahnend rein.

Ein wenig getanzt wurde natürlich auch, aber relativ wenig. Dafür redeten wir umso mehr. Über jeden Scheiß unterhielten wir uns und berichteten den anderen Partygästen von unseren körperlichen Selbstzweifeln. Wirklich erschreckend über was sich ein jeder teilweise Gedanken macht, allerdings hoffe ich, dass sich wenigstens ein paar der Komplexe als absurd herausstellten. Und sei es auch nur für wenige Stunden.

Wir waren noch gar nicht richtig warm gelaufen, da klingelte um halb 11 Uhr schon mein Lieblingsnachbar. Ilka erklärte sich bereit, dem hörgeschädigten Nachbar gegenüber zu treten und nahm seine Beschwerde entgegen. Daraufhin lästerten wir ein wenig und versuchten leiser zu sein, aber im Laufe des Abends wurde es doch wieder lauter. Dennoch: er tauchte kein zweites Mal auf. Während Maik und Ilka sich also im Bad schminkten, über Cupcakes redeten und Ilka sich die Beine rasierte, um zu demonstrieren wie gut es der Haargott mit ihr gemeint hatte, wanderten Nils und ich im Hausflur herum. Wir wollten herausfinden, wie laut wir wirklich waren. Wir stiegen die Treppen bis in den 3. Stock hinauf und waren uns einig, der liebe Mann hätte mehr, als nur einen Hörschaden. Im Nachhinein bin ich mir ziemlich sicher, dass man alles im 3. Stock mitbekam, aber an Abenden an denen es spukt, vermindert sich die eigene Hörfähigkeit immer beträchtlich.

Am Anfang des Abends hatte ich die drei Gäste noch darum gebeten zum Rauchen immer schön rauszugehen. Soweit ich das aber in den Videos erkennen mag, hielten wir uns nur einmal daran. Beim zweiten Mal wollte Ilka ihren MP3-Player dazu holen, um Musik beizusteuern. Es dauerte ein wenig, bis sie ihn fand und dann haute sie noch ihren Roboterzeh gegen die Steinplatten der Terrasse. Noch ein guter Grund immer viele Eiswürfel vorrätig zu haben. Am nächsten Tag zog sie sich noch zwei üble Brandblasen am Ofen zu. Sie kann einfach nicht wieder fahren, ohne irgendwas kaputt zu machen.

Bevor der Spaß richtig los ging überreichte mir Nils mir noch ein kleines Geschenk von Sheirina. Ich freue mich immer über Beautyprodukte und Schokolade! Später am Abend versuchte ich mich per Facebooknachricht zu bedanken, doch ich konnte nicht. Ich bekam einfach keinen zusammenhängenden Satz hin und konnte ihn schon gar nicht fehlerlos eintippen, ohne mittendrin zu vergessen, was ich jetzt genau schreiben wollte. Nils, der daneben saß und immer wieder verwirrende Fragen stellte, war dabei auch keine große Hilfe. Ich beendete diesen lächerlichen Versuch mit dem Hinweis, die Nachricht später zu Ende zu schreiben.

Ein paar Fotos schossen wir auch. Genau wie die beiden Videos sollten sie nie an die Öffentlichkeit gelangen. Eins der Fotos könnte gut als Albumcover der nächsten Atzen durchgehen (Wir sollten eine Band gründen). Falls irgendjemand von uns berühmt werden sollte, die Bildzeitung würde sich sicherlich freuen die Dateien in die Finger zu kriegen. Oben ohne – Partys sind für eine Schlagzeile immer gut. Einige Zeit verbrachten wir auch im Bett. Gut zu wissen, dass es tatsächlich 3 ½ Leute hält und das bei einem Spottpreis von 90 Euro. Da fällt mir ein, dass ich die Bettwäsche wohl mal wechseln sollte. Den Laptop am besten gleich mit, der machte nämlich die meisten von uns zwischendurch ganz kirre. In den Videos erkennt man einen hin und her laufenden Hantelboy, der sich mit den Händen nervös durchs Gesicht fährt und immer wieder sagt: „Der Computer ist so langsam!“ Ja, das ist er, aber was erwartet man auch von einem mehrfach gestürzten Gerät, dass mit 15 Programmen gleichzeitig umgehen muss. So viel Arbeit auf einmal kennt der doch gar nicht.

Ebenfalls auf den Videos festgehalten, sind 4 halbnackte Idioten, die den ganzen Raum nach einer wichtigen Sandwichzutat durchsuchen. Da werden ganze Teppiche bewegt, Kisten und Kästen durchstöbert und die vorherrschende Unordnung nach wenigen Krümeln durchforstet. Die besagte Unordnung ließ mich auch immer wieder ungläubig durch die Wohnung wandern, ehe ich die vielen nicht angezündeten Teelichter bemerkte. Denn ich verlor häufiger mal das Interesse daran, die Lichter zu entflammen und wendete mich einer neuen Beschäftigung zu. Zum Beispiel der Suche nach meinem Fächer. Den erahnte ich in meinem Kellerabteil, woraufhin ich mit Maik die Treppe nach unten ging und dort nichts dergleichen fand. Dafür begegnete ich auf dem Rückweg einer unwissenden Nachbarin, die zu später Stund durch die Haustür eintrat und mich mit einem amüsierten, irritierten Blick begrüßte.

Den Fächer fand ich schlussendlich noch in einem Karton und kurz darauf noch meine Scream-Maske. Beides wurde, wie so vieles an diesem Abend, für 5 Sekunden benutzt und dann an Ort und Stelle aus plötzlichem Desinteresse niedergelegt. So kann natürlich auch nur Unordnung entstehen.

Nachdem in den frühen Morgenstunden alle Strohhalme durchgekaut, alle Lippen 15 Mal mit glitzerndem Lippenstift bemalt wurden, etliche Kurze ihren Weg in unsere Blutbahnen gefunden hatten, jeder Quadratmeter nach einer Mischung aus verschiedensten Parfüms und Deodorants roch und wir uns nichts mehr zu erzählen hatten, legten wir uns hin und versuchten zu schlafen. Ich ließ eine Folge „Friends“ laufen, während meine beanspruchten Glieder entspannten. Ich liebe das Schlafen danach. Maik würde das sicherlich auch lieben, wenn er es denn könnte. Stattdessen machte er sich als erster wieder auf den Weg nach Hause, nachdem er mir noch alles zum Bett brachte, was in den nächsten 8 Stunden in irgendeiner Art und Weise für mich wichtig werden könnte. Wir restlichen Drei verbrachten den wunderschönen, sonnigen Tag hinter herunter gelassenen Jalousien vor dem Fernseher oder im Halbschlaf. Gegen 19 Uhr fuhren sie dann wieder gen Heimat, während ich aß und schon etwas aufräumte. Den kompletten Pfingstmontag verbrachte ich dann damit Mandalas auszumalen und darüber nach zudenken, was das doch für ereignisreiche 24 Stunden gewesen waren. Jack Bauer wäre begeistert von so viel unsinniger Action.

Wie dem auch sei. Ich denke, ich habe dem Eintrag nichts mehr hinzuzufügen. Der nächste kommt bestimmt. Bei so einem Sauwetter noch eher als ihr vielleicht annehmt. Dankeschön und Bis Bald - Ciao

P.S.: Für diejenigen unter euch, die sich fragen, ob wir die Sandwichzutat denn letztendlich wiederfanden: Ja, teilweise in meinem Schal, aber auch teilweise dort, wo sie zur Sicherheit abgelegt wurde. Den genauen Ort hatte Nils nur wieder vergessen
23.6.15 00:03
 


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