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Domweih 2015

Ihr lieben People,

dieser leicht verregnete Sonntag dient bestens dazu ein paar liegengebliebene Geschichten nieder zuschreiben und mit der Welt zu teilen. Oder vielleicht besser mit meinen 6 treuen Lesern. Und einer davon bin ich auch noch selber.

Am 30. Mai stand die Domweih wieder vor der Haustür. Einmal im Jahr klopft sie an die Tür und verspricht ganz viel Alkohol, leckeres Essen und eine leere Brieftasche. Am Tag vorher machte ich mich nach der Arbeit auf den Weg nach Hause und nahm dort mein letztes Geburtstagsgeschenk entgegen – ein iPhone. Für jemanden, der immer noch mit einem alten Nokiahandy durch die Welt stiefelt und so versucht den Kontakt zu seinen Mitmenschen aufrecht zu erhalten, ist das wie Bungee Jumping in die Zukunft. Wenn ich alleine an den kleinen Krümel im alten Display denke, der sich manchmal ganz ungünstig vor einen Buchstaben legte und nur durch schütteln des Geräts vertrieben werden konnte...

Mittlerweile habe ich schon etliche Dinge mit diesem MiniComputer ausprobiert und kann nachvollziehen, weshalb die Leute um mich herum immerzu dieses Teil in den Händen halten. Etliche Sachen habe ich schon getestet: Selfies geschossen und dabei einen ganzen Nachmittag verplempert, Instagram heruntergeladen und dabei einen ganzen Nachmittag verplempert (die Leute posten ja wirklich alle ihr Essen?), verdammte Spiele wie Candy Crush gespielt und dabei einen ganzen Nachmittag verplempert usw. Getwittert habe ich auch schon. Ich hatte mir vorgestellt, die Leute so über neue Einträge zu informieren und vielleicht neue Fans hinzuzugewinnen. Blöd nur, wenn man gar keinen Follower hat. Egal, ich zieh das jetzt durch. Folgt mir, ihr könnt euch schon denken, wie ich heiße.

Mit dieser tollen, neuen Spielerei in der Hand verging der Freitagabend wie im Flug und ehe ich mich versah, betätigte ich Ilkas Klingel. Helge, Ilka und ich machten uns sogleich auf zum Umzug. Das Wetter war durchwachsen, aber der richtig üble Schauer kam erst nach dem Umzug. Wir tauschten Helge gegen Kira ein und beobachteten die vorbeiziehenden Menschen. Währenddessen schnabulierten wir unseren Sekt, der bei Kira und vor allem Ilka ziemlich schnell wirkte. Nach dem Umzug warteten wir kurz auf Helge und ich traf auf einen unbekannten Bekannten, der sich das nächste Mal zwei Mal überlegt, ob er jemanden anspricht. Ilka und ich gingen dann zu zweit zu ihr nach Hause, um zu ruhen, zu essen und zu trinken.

Abends wollten wir dann über die Domweih walken. Ich traf kurz auf meinen Bruder und seine Freunde, ehe wir uns weiter auf den Weg machten, um Helge und seine Freunde zu treffen. Wir vergnügten uns ein wenig an der Aller, Helge und ich besuchten zwecks Toilette und Kippen kurz ein Casino und dann gingen wir noch ein letztes Mal über den Markt. Ich muss wirklich sagen so wenig Leute wie in diesem Jahr kannte ich noch nie. Das macht die ganze Sache nicht unbedingt besser. Sascha traf ich zwischendurch kurz. Ich entschuldigte mich für die X-Mas-Party und jetzt ist wieder alles gut. Am Ende landete ich wieder bei meinem Bruder in irgendeinem Bierzelt und unterhielt mich dort mit einem seiner Freunde. Nach und nach verabschiedeten sich dann alle mir bekannten Gesichter. Die einen mit dem letzten Bus nach Hause, die anderen ins Dröön. Ab jetzt war ich auf mich allein gestellt, was ich manchen Leuten immer noch übel nehme. In der Stadthalle kannte ich auch keine Sau und ich war hin- und hergerissen zwischen „Ich habe doch ganz schön viel Spaß“ und „Was zum Teufel mache ich eigentlich hier?“
Auf dem kleinen Dancefloor verwickelte mich dann ein Zivilpolizist in ein Gespräch. Das bemerkte ich aber erst nachdem er mich ganz „subtil“ nach Koks und Ecstasy fragte. Idioten. Dann verlor ich noch etliche Sachen: Kopfhörer, meinen Pulli, Make-Up und was weiß ich. Die wirklich wichtigen Sachen hüte ich mittlerweile wie Schätze und lasse sie nie aus den Augen, da muss sich mein Verlierergen irgendwie anders ausleben.

Dann unterhielt ich mich noch mit irgend so einem Typen, der behauptete, er wäre der Veranstalter der Party und er könne mir alles schenken, was mir einfällt. Irgendwann wurde er zu anhänglich und aufdringlich. Ich beschloss „meine Freunde“ zu suchen, er folgte mir und mit etwas Mühe konnte ich ihn abschütteln. Man verliert sich halt ganz schnell mal in einer so großen Menge...

Gegen 4 oder halb 5 Uhr morgens lernte ich dann Louis kennen, während ich vorne zu den immer gleichen Beats stapfte. Er fragte mich, ob ich das Dröön kenne und wir da nicht hinfahren wollen und schwupps saßen wir im Zug und waren gegen halb sechs Uhr da. Früher wäre das alles kein Problem gewesen, aber mittlerweile lassen die einen ja nicht mehr rein, wenn die Kasse geschlossen ist. Glücklicherweise kannte Louis jemanden und so tanzten wir doch noch eine halbe Stunde durch das Loch. Ich bekam einen Sauren umsonst, weil ich eine Plastikflöte bei mir trug, die er mir zuvor geschenkt hatte. Das war awesome! Am Domweihdonnerstag nahm ich sie wieder mit, doch verlor sie. Natürlich. Am Ende fuhren wir zu viert wieder zurück nach Verden und ergatterten das letzte Taxi.

Den Domweihdonnerstag empfand ich als die bessere Party, vielleicht weil meine Erwartungen nicht mehr so hoch gesteckt waren. Ich landete wieder in der Stadthalle, tanzte mir einen Wolf, traf alte Bekannte, neue Leute und machte ordentlich Cash. Ich hatte 30 € für die komplette Domweih zur Verfügung und verließ sie wieder mit 48 € in der Tasche, da die Leute in der Stadthalle einfach ihr Pfand überall stehen lassen. Ein Typ tat es mir am Donnerstag gleich, schlich sich immer an, fragte: „Das braucht ihr doch nicht mehr?“ und griff sich die Becher. Meine wollte er sich auch greifen, doch ich konnte ihn abwehren. Bei jedem weiteren Versuch sagte er immer nur: „Du schon wieder.“ Konkurrenz belebt das Geschäft.

Jule, Maiks Schwester, traf ich auch. Auf mich wirkten sie und ihre Freunde nüchtern und artig. Als Maik mir Tage später die Sprachnachricht vorspielte, merkte ich, dass ich wohl einem gewaltigen Irrtum unterlag. Auf der ganzen Party traf ich niemanden, der älter war als ich, außer vielleicht diese traurigen Ü-40-Gesichter, dennoch hatte ich sehr viel Spaß. Louis und ich nahmen den ersten Bus nach Dauelsen, ich gab einem Kerl das Ticket aus, da dieser nur einen Fünfziger bei sich trug (armer Junge) und dann gab es noch echtes Drama im Bus. Ein Mädchen heulte, weil ein anderes sauer war. Ein Junge warnte den Busfahrer vor einer möglichen Prügelei. Die beiden wurden auseinander gesetzt, während ich total ungläubig in mein himmlisches Sandwich biss. Baalk Backbord ist nicht dumm. Die bauen in den Morgenstunden mal eben schnell 'nen kleinen Wagen vor der Stadthalle auf, der so gleich von hungrigen Partyleuten überrannt wird. Dieses Sandwich kostete nur einen Bruchteil von dem, was sonst so im Bahnhof verlangt wird, schmeckte aber 5 Mal so gut. Auf dem Weg nach Hause hielt ich bei Rotermund und kaufte meinen Eltern ein paar Brötchen und die Bild, ehe ich mich von Louis verabschiedete. Der machte sich auf den Weg zur BBS. Domweihfreitag in die Schule, was für Zeiten.

Am Samstag fuhr ich wieder nach Göttingen. Was für eine Odyssee. In Hannover wollte ich mir im Rewe der Ernst-August-Galerie nur ein paar Blättchen und was zu trinken kaufen und kam mir vor, wie im Labyrinth, denn ich fand den verdammten Ausgang nicht mehr. Ich lief immerzu im Kreis, wechselte ich die Etage, lief ich dort immerzu im Kreis. Sind denn ein paar richtige Schilder zu viel verlangt? Ich denke nicht. Nachdem ich es dann endlich raus geschafft hatte, ging ich zum Zug, nur um dort auf so verdammte drängelnde ältere Damen zu treffen, die noch nie die Regal: "Erst aussteigen lassen, dann einsteigen" gehört hatten. Aber die heutige Jugend ist total im Arsch...

Als ich endlich zu Hause ankam, musste ich eigentlich auch schon wieder los, denn Maike und ich wollten Abends Göttingen unsicher machen. Aber dazu kommen wir das nächste Mal.

Ich möchte sagen, dass ich sicherlich einiges vergessen habe, was an diesen Abenden passiert ist, ich den Eintrag aber auch recht kurz halten wollte. Am liebsten würde ich ihn nochmal schreiben, denn er gefällt mir überhaupt nicht. Was soll's, ich setze mich lieber an den nächsten.
23.7.15 16:18
 


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